600 Jahre Werth
Viele Gäste aus Politik und Wirtschaft, sowie aus den Nachbarländern gaben der Veranstaltung den würdigen Rahmen (©Frithjof Nowakewitz)

Nach monatelangen Planungen begann in der Stadthalle Werth am vergangenen Samstag (13.6.) die Festwoche zum 600-jährigen Jubiläum zur Verleihung der Stadtrechte 1426. Es war eine Veranstaltung, wie sie sich die Planer und Planerinnen gewünscht haben.

Glückwünsche auch von der Bundespolitik

In der offiziellen Eröffnung am späten Nachmittag gratulierten zu dem Jubiläum nicht nur Bürgermeister Michael Carbanje und Landrat Dr. Kai Zwicker, sondern mit Huib Clarisse und Daniel Jumelet von der „Historischen Vereiniging Culemborg/NL) auch zwei Gäste aus den Niederlanden. Dies hatte einen besonderen Grund, denn die Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1426 geht auf Johan von Culemborg zurück. Dazu hatte Johann Radstaak einen kurzen geschichtlichen Einblick gegeben. Grußworte kamen auch aus der Bundespolitik. Anne König (CDU) konnte aus terminlichen Gründen selbst nicht anwesend sein. Ihre Grußworte wurden von Sabrina Knebelkamp verlesen. Auch Nadine Heselhaus (SPD) musste einen anderen Termin wahrnehmen. Ihre Grußworte überbrachte Johann Radstaak. Musikalisch wurde die Eröffnung vom Brass Ensemble des Isselburger Blasorchester begleitet.

Dorfausrufer aus dem Ausland zu Besuch

Dorfausrufer
Die Dorfausrufer aus Belgien, Niederlande und dem norddeutschen Raum mit ihren bunten Uniformen (©Frithjof Nowakewitz)

Neben den Gästen aus Culemborg gab es weitere Besucher aus den Niederlanden und aus Belgien, sowie aus dem norddeutschen Raum. Zu Besuch waren auf Einladung von Reinhold Pries – dem Deutschen Meister der Dorfausrufer – seine „Amtskollegen“ aus den Nachbarländern. Durch ihre schmucken Uniformen zogen sie gleich die Blicke der übrigen Besucher auf sich.

Ein Kulturabend mit vielen Facetten

Ab 19 Uhr stand dann Kultur im Mittelpunkt. Durch den Abend führte in launiger Weise Miryam Stober-Giesing. Den musikalischen Anfang machte das Gesangsquartett des Chores Wert(h)voll mit Frankie Prooi, Ulrike Piemontese, Stefan Hustede und Michael Brambrink. Für die musikalische Begleitung sorgte Valeriia Czudnochowski (Klavier), Lucy Prooi (Cello) und Leona Riegert (Querflöte). Auch das Brass Ensemble des Isselburger Blasorchester präsentierte sich noch einmal mit einigen Titel, wie etwa „Viva la Vida“, „By your Side“ und auch „Under the Boardwalk“.

„Unser Werth“ – Fast alle haben es schon gesehen

Unser Werth
Marco Launert mit „seinen“ Werther Kindern erklärten musikalisch „Unser Werth“ (©Frithjof Nowakewitz)

Kurzzeitig hatte Lucy Prooi mit ihrem Cello die Bühne für sich ganz allein. Mit „Voyage“, „New Born“ und Fairytale“ begeisterte sie das Publikum. Das verstärkte sich danach noch, als Marco Launert (Rockschule) mit „seinen“ Werther Kindern das Songprojekt „Unser Werth“ auf die Bühne brachte und dabei auch das Publikum mit einbezog. Bekanntlich hatte er in den Osterferien innerhalb von vier Tagen mit rund zwanzig Kinder den Text geschrieben, das Lied einstudiert, dieses im Tonstudio von Marc Sokal aufgenommen und mit Roman Romacher ein Video gedreht. Bei der Frage ins Publikum, wer das Video schon gesehen, gingen fast alle Hände hoch.

Shoppingtour durch Werth

Miriyam Stober-Giesing als Tante Knipping
Miryam Stober-Giesing berichtete als Tante Knipping von früheren Shopping-Touren durch Werth (©Frithjof Nowakewitz)

Nach einer kleinen Umbau-Pause kam dann Miryam Stober-Giesing als „Tante Knipping“ auf die Bühne. Sie erzählte Geschichten aus der guten alten Werther Zeit, als man in Form einer Shoppingtour dort noch in verschiedenen Geschäften einkaufen gehen konnte. Mit einen kleinen Seitenhieb in Richtung Bocholt sorgte sie für heftige Lacher im Publikum. „Unsere Stühle sind ja schon ein bisschen schmörgelig, aber wenigsten haben wir noch welche!“

All Star Singers starteten die Party

Mit den Sängerinnen Ella Bergmann, Stefanie Bergmann, Svenja Nienhaus, Antonia Giesing und Mirym Stober-Giesing und den Musikern Christoph Berghorn (Keyboard), Matthias Fleige (Gitarre) und Frank Bruns (Schlagzeug) übernahmen die „Werther All Star Singers und Band die Bühne. Und damit startete dann endgültig die Party. Mit Titeln wie „Super Trouper“, „Dancing Queen“ und „Waterloo“ von Abba, sowie vielen weitern Hits schwang das Publikum nicht nur ihre Handys mit eingeschaltetem Licht, sondern teilweise vor der Bühne auch das Tanzbein. Auch wenn es schon spät war, bedauerten viele Besucher das Ende der Veranstaltung. Die Meinung der Besucher war jedendfalls ziemlich eindeutig: „Es war ein fantastischer Abend“.

Fotos vom Abend gibt es hier