
Pfingsten bedeutet in Anholt auch immer Pfingstkirmes. Die Veranstaltung ist städtisch und wird daher auch von der Stadt Isselburg organisiert. Als Co-Partner ist das Grenzland-Tambourcorps Anholt mit im Boot, feiern die Musiker doch an Pfingsten immer ihr Stiftungsfest. In diesem Jahr übrigens zum 77. Mal.
Die Grundvoraussetzungen für eine gute Veranstaltung waren gegeben, denn das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Was die Kirmes betrifft, hat es keine großen Veränderungen gegeben. Auf der Schneidkuhle sorgten Autoscooter und andere Fahrgeschäfte, sowie Schießbude, Pfeilewerfen, Entenangeln und Stände für Eis und Süßigkeiten für die großen und kleinen Besucher für ein gelungenes Kirmes-Feeling. Gleich zwei Anbieter sorgten mit ihren Ständen dafür, dass keiner der Besucher Hunger leiden musste. Der Getränkestand war naturgemäß bei dem warmen Wetter immer dicht umlagert.
Location mit Wohlfühlfaktor
Die Musiker des Grenzland-Tambourcorps hatten sich bei ihrer Planung in diesem Jahr wieder für ein Festzelt entschieden – deutlich kleiner als ein Schützenfestzelt, aber mit einem großen Wohlfühlfaktor. Die Variante mit seitlicher Öffnung und Blick auf den Stadtgraben sowie einer vorgelagerten Terrasse fand bei den Besuchern viel Zustimmung. Hinzu kam die aufwendige Beschallung und die vielen Lichteffekte durch das Bromance-Disco-Team.

Das Stiftungsfestes begann für das Grenzland-Tambourcorps mit der Kranzniederlegung auf dem Friedhof. Dort gedachten sie im Besonderen den beiden kürzlich verstorbenen Vereinsmitgliedern Lukas Henschel und Eric Boland. Zurück im Festzelt empfingen die heimischen Musiker die beiden Gastvereine aus Lowick und Suderwick. Um 16 Uhr stand mit dem Fassanstich durch Bürgermeister Michael Carbanje die offizielle Eröffnung der Kirmes auf dem Programm. Ganz so reibungslos, wie im vergangenen Jahr, verlief der Fassanstich allerdings nicht. Schaffte Carbanje es vor einem Jahr mit einem Schlag, so benötigte er mit lautstarker Unterstützung der Anwesenden dieses Mal einige Schläge mehr.
Unkomplizierte Zusammenarbeit
Bei der Begrüßung der Gäste und des Bürgermeisters stellte der Vorsitzende des Tambourcorps Frank Hertog die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung heraus. „Ich möchte dich lieber Michael darum bitten, deinen Mitarbeitern unseren herzlichsten Dank für die konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit zu übermitteln“, erklärte Frank Hertog.

Michael Carbanje stellte dann in seiner kurzen Rede einen Mann heraus, ohne den es die beiden parallel verlaufenden Veranstaltung vielleicht nicht mehr geben würde. Gemeint war Schausteller Bernd Tovar senior, der, wie es der Bürgermeister nannte, die Kirmes vor einigen Jahren fast alleine organisiert hatte. Es ist noch nicht lange her, dass man in der Öffentlichkeit über die Sinnhaftigkeit der Kirmes nachdachte. Das spielte allerdings jetzt keine Rolle mehr. Vielmehr vermittelten die Verantwortlichen vom Tambourcorps und der Verwaltung eine Art Aufbruchstimmung. Dies spiegelte sich auch am Abend wider, denn mit der 80er, 90er und 2000er-Musik sorgte der DJ für das echte Partyfeeling.
Familientag mit Platzkonzert
Der Pfingstsonntag stand ganz im Zeichen des Familientages des Grenzland-Tambourcorps. Während die Kirmes ihren normalen Verlauf mit vielen Besuchern nahm, sorgten die Musiker für beste Unterhaltung im Zelt und der dazugehörenden Terrasse. Das außergewöhnlich große Kuchenbuffet sorgte für einen großen Zulauf, so dass Kaffee und Kuchen heißt begehrt waren. Neben den Musiker des Tambourcorps präsentierte sich auch die Twirling-Gruppe des VfL Anholt. Am Abend sorgte ein DJ mit aktueller Musik noch einmal für eine heiße Partynacht. Die Kirmes und das Stiftungsfest endet am heutigen Pfingstmontag mit einem Dämmerschoppen.
