
Am vergangenen Samstag (2.5.) fand erstmals in Deutschland eine feierliche Investitur des Religiösen und Militärischen Constantinordens des Heiligen Georg statt. Schauplatz der Veranstaltung, an der Gäste aus dem In- und Ausland teilnahmen, war die Pankrtatius-Kirche in Anholt.
Besondere Zeremonie
Der Constantinorden des Heiligen Georg, dessen Wurzeln bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen, hat sich dem Schutz und der Verteidigung des christlichen Glaubens sowie karitativen und kulturellen Aufgaben verpflichtet. Die Investitur ist eine besondere Zeremonie. Im Rahmen dieser Zeremonie wurden Persönlichkeiten in den Orden aufgenommen, die sich in besonderer Weise um Kirche, Gesellschaft und gemeinnützige Anliegen verdient gemacht haben und sich den Idealen des Ordens verpflichten.

Erstmalig in Deutschland
In seiner Ansprache betonte Seine Königliche Hoheit Don Prinz Pedro die Verantwortung der Ordensmitglieder, Glauben, Dienst am Nächsten und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden. Die erstmalige Investitur des Constantinordens auf deutschem Boden bezeichnete er als ein bedeutsames Zeichen der internationalen Präsenz und lebendigen Tradition des Ordens. Der Hausherr der Wasserburg Anholt, Fürst Emanuel zu Salm, Präsident der Deutschen Königlichen Kommission des Ordens, stellte die Wasserburg für diesen besonderen Anlass zur Verfügung. Am Nachmittag fand dort der festliche Empfang der Gäste aus dem In- und Ausland statt.

Musikalische Höhepunkte
Der Zeremonie stand der Großmeister des Ordens, „Seine Königliche Hoheit Don Prinz Pedro von Bourbon-beider Sizilien“, vor. Die Messe wurde vom Ordenskaplan S.H. Prof. Dr. Stefan Samerski geleitet. Musikalischer Höhepunkt der Liturgie war die Aufführung der „Missa brevis Nr. V in C-Dur, op. XXXIII“ (1782) von Johann Anton Kobrich (1714–1791). Die musikalische Gestaltung übernahmen der Kirchenchor St. Pankratius unter der Leitung von Sven Joosten, sowie das Isselburger Blasorchester unter der Leitung von Nils Saatkamp, Martin Boland an der Orgel sowie ein Kammerorchester unter der Leitung von Priska Strümpfel. Als Solistinnen wirkten Stephanie Reiker und Heike Plitt mit und verliehen der Messfeier einen besonderen Glanz.
Empfang der Gäste durch den Anholter Schützenverein
An der Messe nahm auch der Anholter Schützenverein teil, deren Mitglieder teilweise auch den Empfang der Gäste übernommen hatten. Zudem nutzten auch Anholter Bürger die Gelegenheit, der für Anholt doch besonderen Messe beizuwohnen.

Artikel vom 13. Juli 2025
Ritterschlag, Mantel und Insignien
Der Begriff „Investitur“ leitet sich aus dem lateinischen Begriff „vestire“, was soviel wie bekleiden bedeutet. In der feierlichen Zeremonie werden Personen, die als Postulanten bezeichnet werden und um die Aufnahme in den Constantinorden ersuchen, nach einer Probezeit zum Ritter geschlagen. Ist dies erfolgt, werden sie mit einem speziellen Mantel des Ordens bekleidet. Zudem erhalten sie besondere Insignien.
Ein Orden mit internationaler Präsenz
Der Constantin-Orden ist einer der dienstältesten katholischen Ritterorden der Welt und beschreibt sein Tätigkeitsfeld „als historischer katholischer Ritterorden mit internationaler Präsenz, der sich weltweit für karitative, geistliche und kulturelle Projekte einsetzt.“
