Ostern ist auch die Zeit der Osterfeuer . Es symbolisiert im christlichen Glauben die Auferstehung Jesu Christi. Allerdings geht die Ursprünglichkeit des Brauchs langsam verloren. Aufgrund gesetzlicher Regelungen gibt es immer wieder weniger richtige Feuer mit aufgeschichtetem Holz, sondern immer mehr Veranstaltungen mit Feuerschalen oder Feuerfässern. In der Stadt Isselburg gab es beide Variationen.

Gelungene Premiere am Samstag

Osterfeuer des AWO-Fördervereins
Sieben Feuerschalen und zahlreiche Besucher sorgten für eine schöne Veranstaltung auf der Anholter Schneidkuhle (©Frithjof Nowakewitz)

Den Anfang machte der Förderverein der AWO-Kindergärten am Samstag in Anholt. Auf der Schneidkuhle standen gleich sieben Feuerschalen, die in einem größeren Kreis aufgestellt waren. An einem Stand gab es leckere Bratwurst, einige Schritte weiter war der Stand für die Getränke. Dazwischen verkauften Pedro Ferreira und Iris Tiebing Wertmarken – immer gleich zehn Stück im Streifen zu 10 Euro. Die kleinen Besucher konnten an einer weiteren Feuerschale bei Janina Rademacher Marshmallows grillen. Vorsitzende Nicole Gronau zeigte sich aufgrund der unerwartet hohen Zahl von Besuchern sehr zufrieden.

Landjugend punktet mit umfangreichem Essensangebot

Osterfeuer in Vehlingen
In Vehlingen kam eine riesige Feuerschale zum Einsatz (©Frithjof Nowakewitz)

Gleiches konnte der Vorsitzende der Landjugend Vehlingen-Millingen Lukas Kampshoff vermelden. Er freute sich über ca. 150 Besucher. Am Vehlinger Bürgerhaus standen mehrere Feuerfässer und ein richtiges Schwergewicht – eine große Schale mit einem Durchmesser von ca. zwei Meter. „Die ist nicht von uns, wir haben sie uns ausgeliehen“, erzählte Lukas Kampshoff. Auch konnte Kampshoff auf ein überraschend großes Imbissangebot verweisen. „Bei uns gibt es nicht nur die normale Bratwurst im Brötchen, sondern auch Pommes, Currywurst, Kipcorn und Bamischeiben“, meinte der Vorsitzende. Ihm zufolge kamen die Besucher nicht nur aus Vehlingen und Millingen, sondern auch aus Anholt, Isselburg, Haldern und Bocholt.

Osterfeuer nach ganz traditioneller Art in Werth

Traditionelles Osterfeuer in Werth
In Werth gab es auch in diesem Jahr ein traditionelles Osterfeuer (©Frithjof Nowakewitz)

In Werth gab es das Osterfeuer noch in der ursprünglichen Form. Gegen 20 Uhr zündeten Leo van Thiel und Tom Ratering von der Feuerwehreinheit Werth mit einem Gasbrenner den riesigen Holzhaufen an. „Beide sind gerade erst von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst gewechselt und können jetzt mal praktische Erfahrung machen“, erzählte der stellvertretende Einheitsführer Marvin Booms. Bei den ursprünglichen Osterfeuern besteht immer die Gefahr, dass sich im aufgehäuften Holz Tiere aufhalten. Aus zweierlei Gründen wurde in Werth das Holz erst am Samstag aufgeschichtet. „Das wird gemacht, um zum einen zu verhindern, dass Leute irgendwelchen Abfall abladen, um ihn dort zu verbrennen und zum anderen deshalb, damit sich in dem Holzhaufen keine Tiere einnisten“, erzählte Johann Radstaak vom Werther Heimatverein. Der hatte als Veranstalter mit Bratwurst und Kaltgetränke dafür gesorgt, das die Besucher weder Hunger noch Durst leiden mussten. Auch in Werth waren beim Osterfeuer weit mehr als hundert Besucher.