Das Wichtigste zuerst: Der Stadtsportverband Isselburg hat einen neuen Vorstand. Dies ergaben die Wahlen in der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend (19.2.) in einem Raum der ehemaligen Hauptschule.

SSV Versammlung
Es gab viele Diskussionen bei der Versammlung des Stadtsportverbandes (©Frithjof Nowakewitz)

Rücktritt der Bongers-Geschwister hinterließ Vakuum

Notwendig wurde die Versammlung, weil sowohl der Vorsitzende Tim Bongers, als auch Geschäftsführerin Tanja Bongers kurzfristig von ihren Positionen zurückgetreten. Dies hinterließ ein Vakuum in der Vorstandsarbeit. Kurzfristig übernahmen Sabrina Knebelkamp den Vorsitz und Wasim Dark das Amt des Geschäftsführers. Rebecca Kramer blieb stellvertretende Vorsitzende und Sara Dark Kassenwartin. Die durch den Rücktritt der Bongers-Geschwister vakanten Positionen wurden nur kommissarisch besetzt. Daher war eine außerordentliche Mitgliederversammlung notwendig.

Schwierigkeiten bei der Terminplanung

Die Versammlung selbst stand schon im Vorfeld unter keinem guten Stern. Ursprünglich war sie für den 12. Februar im Vereinsheim des SV Werth terminiert. Allerdings stellte sich später heraus, dass Altweiber ein eher ungünstiger Termin ist. Also wurde das Ganze um eine Woche verschoben. Da war aber das Vereinsheim in Werth nicht frei, so dass auf die Schnelle die Versammlung in einen Raum der ehemaligen Hauptschule am Stromberg verlegt wurde.

SuS beantragte Abwahl von Sara Dark

Auch die Versammlung selbst nahm einen eher untypischen Verlauf. Im Vorfeld wurden seitens der kommissarischen Leiterinnen Diskussionen erwartet, die sich auf Unstimmigkeiten zwischen dem SuS Isselburg und ihrem ehemaligen Mitglied Sara Dark beziehen könnten. So kam es dann auch. Paul Krusen, stellvertretender Geschäftsführer des SuS Isselburg, beantragte Sara Dark als befangen zu erklären und sie von dem Posten der Kassiererin des SSV abzuwählen

Stadtsportverband
Rebecca Kramer (links), Christoph Struck und Sara Dark, sowie Sabrina Knebelkamp (fehlt) bilden den neuen SSV-Vorstand (©Frithjof Nowakewitz)

Kassenwartin wurde im Amt bestätigt

„Sara Dark hat gegen sechs Mitglieder des SuS Isselburg juristische Schritte eingeleitet, sie kann deshalb bei Entscheidungen des SSV gegenüber dem SuS nicht unbefangen sein“, argumentierte Krusen. Gründe für die juristischen Schritte wurden nicht genannt. Sie könnten aber mit dem überstürzten SuS-Austritt von Wasim und Sara Dark im Oktober 2025 zusammenhängen. Sowohl Werner Geerißen vom Isselburger Tennisclub, als auch Theo Nieland (ehem. SSV Vorsitzender) argumentierten, dass das Thema nur den SuS und Sara Dark direkt betrifft und kein Thema des Stadtsportverbandes sei. „Wenn sie die Arbeit als Kassenwartin korrekt macht, was die beiden Kassenprüfer ja auch soeben bestätigt haben, kann sie die Position durchaus weiterführen “, erklärten Geerißen und Nieland. Mehrheitlich wurde der Befangenheitsantrag des SuS Isselburg dann auch abgelehnt und Sara Dark in der Position der Kassenwartin bestätigt.

Minus beim Sportlerball – Zuschuss der Stadt fehlt

Die Kassenwartin hatte zuvor berichtet, dass der Sportlerball im vergangenen November ein deutliches finanzielles Minus ergeben hatte. Dabei betonte sie, dass der zugesagte städtische Zuschuss bislang nicht auf das SSV-Konto eingegangen ist. „Mit dem Zuschuss wären wir im Wesentlichen mit Plus-Minus-Null rausgekommen“, erklärte Sara Dark.

Aufgabenfülle könnte überfordern

Bei den Wahlen ging es darum, einen handlungsfähigen Vorstand zu erstellen. Dabei wurde Rebecca Kramer, die bislang stellvertretende Vorsitzende war, zur Vorsitzenden gewählt. Die Position des Stellvertreters wurde mit Christoph Struck besetzt. Gewählte Geschäftsführerin ist ab sofort Sabrina Knebelkamp und Kassiererin bleibt Sara Dark. Bei der Wahl von Sabrina Knebelkamp (in Abwesenheit gewählt) gab es zuvor Vorbehalte aufgrund ihrer Aufgabenfülle. Sie ist Vorsitzende beim SV Werth, für die CDU im Sportausschuss und in Werth auch in der Schulpflegschaft aktiv. „Ich finde es ja toll, dass sich junge Menschen so engagieren, aber diese Aufgabenfülle könnte Frau Knebelkamp auch überfordern“, erklärte Westfalia-Chef Karsten Schmeink. Kassenprüfer sind Andreas Klein und Frank Hakvoort.

Anzahl der Stimmberechtigten musste geklärt werden

Auffällig war bei den Wahlen, dass zu Beginn wohl nur ein oder zwei Anwesende die Bedingungen im Auge hatten. Beim ersten Wahlgang hoben alle Anwesenden die Hand, ohne zu beachten, dass je Verein nur eine bestimmte Anzahl wahlberechtigt ist. „Jeder Verein hat je angefangene hundert Mitglieder eine Stimme“, macht Westfalia-Mitglied Tim van Gemmern deutlich. So musste erst einmal festgestellt werden, wie viel Stimmen jeder Verein hat. Dann ging es in die einzelnen Wahlgänge.

„Wir sind lernfähig“

Rebecca Kramer und Sara Dark machten deutlich, dass es jetzt daran gehe, den RunUp in Anholt und die Fußballstadtmeisterschaft zu planen, die auf der Anlage des SV Werth stattfindet. Beide warben bei den Anwesenden dafür mitzuhelfen, den Stadtsportverband wieder in die richtigen Bahnen zu leiten. „Wir haben uns Anfangs nicht mit Ruhm bekleckert, sind aber lernfähig“, sagte Rebecca Kramer abschließend.