
Die Verantwortlichen des SuS Isselburg hatten den Ablauf der außerordentlichen Mitgliederversammlung so gut geplant. Und dann kam das!
Störfeuer zu Beginn
Der ehemalige Kassenwart Albert Hesseling meldete sich zu Wort, um eine Stellungnahme von zwei ehemaligen, aber nicht anwesenden Mitgliedern zu verlesen. Die beiden Ehemaligen monierten die Form der Einladung, die in Schriftform keine Unterschrift trug und somit formell angreifbar sei. Dies gelte daher, so Hessling in seinem Vortrag, auch für die in der Versammlung gefassten Beschlüsse. Zudem behauptete Hesseling im Auftrag der beiden ehemaligen Mitglieder, dass – Zitat: „die Dame vom Amtsgericht vom SuS Isselburg genervt ist“. Auch kritisierte Albert Hesseling, dass die neue Satzung nicht für alle Mitglieder einsehbar gewesen sei und man deshalb diese auch so nicht genehmigen könne.
Gute Zusammenarbeit mit der Gerichtsbarkeit
Paul Krusen, bis dahin kommissarischer stellvertretender Geschäftsführer, entgegnete auf den Einlass von Albert Hesseling, dass man mit dem zuständigen Amtsgericht in Coesfeld sowie mit einem Juristen in ständigem Austausch stehe. „Und die Dame vom Amtsgericht ist von uns nicht genervt, sondern wir haben bislang sehr gut zusammengearbeitet“, bemerkte Krusen. Was die Einsehbarkeit der neuen Satzung betrifft, meinte Krusen, dass sie während der Versammlung als Tischvorlage ausliegt und zudem auf der Vereinswebsite zum Download bereit stand.
Nicht Anwesende lassen Kritik verlesen
Auch das ehemalige Vorstandsmitglied Olaf Biermann wollte die verlesenen Behauptungen so nicht stehen lassen. „Ich finde es eine Unverschämtheit, sich hier hin zu stellen und wieder Stunk zu machen“, erboste sich Biermann und fragte in Richtung Hesseling, wer denn die beiden Ehemaligen überhaupt sind und warum sie nicht persönlich ihre Kritik vortragen. „Es sind zwei aus dem früheren Vorstand“, erklärte Hesseling. Namen nannte er jedoch nicht. Das brauchte er wohl auch nicht, denn dem Gelächter der Versammlungsteilnehmer zufolge schien jeder im Raum die Namen zu kennen.
Erst Stimmungskiller, dann Aufbruchstimmung
War die Episode um Albert Hesseling kurzfristig ein Stimmungskiller, so ging es danach mit den Vorstandswahlen und steigender Laune weiter. Nicht zur Wahl stand die Position des ersten Vorsitzenden. Dies bleibt weiterhin Jörg Fuchs. Zum Stellvertretenden Vorsitzenden wurde Marcel Clemens gewählt. Lukas Döring übernimmt die Geschäftsführerposition und Paul Krusen ist Stellv. Geschäftsführer. Miriam Tüshaus ist Kassenwartin und Max Meumann Stellv. Kassenwart. Damit hat der SuS Isselburg einen vollständig besetzten und handlungsfähigen Vorstand. Was aktuell noch fehlt, ist der Fußballobmann – oder die Fußballobfrau. „Dies ist eine ganz wichtige Position, da müssen wir schnell sehen, dass auch die noch besetzt wird“, meinte Paul Krusen zum Ende der Wahlen.
Neue Satzung
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die neue Satzung des Vereins. Hier ging Paul Krusen die alte und neu Satzung Punkt für Punkt durch und wies explizit auf die Änderungen in der neuen Satzung hin. Die Genehmigung der neuen Satzung erfolgte einstimmig.
Dank an die Ehrenamtlichen
Danach ergriff nochmal Ehrenmitglied Olaf Biermann das Wort. „Ich möchte mich ausdrücklich bei denen bedanken, die die neue Satzung mit ganz viel Arbeit erstellt haben und sich ehrenamtlich so im Vorstand und den einzelnen Abteilungen (Fußball, Tischtennis, Baseball) für den SuS engagieren“, erklärte Biermann unter dem Beifall der anwesenden Mitglieder. Dies bekam Albert Hesseling übrigens nicht mit, hatte er doch vorzeitig die Versammlung verlassen.
Verein ist auf einem guten Weg
Auch was das Sportliche betrifft, zeigten sich die Offiziellen zufrieden. Die Fußballer der ersten Mannschaft haben immer noch die Möglichkeit des Aufstiegs, die Tischtennismannschaft steht in der Bezirksliga gut da und die Baseball-Abteilung befindet sich weiterhin im Aufbau. Marcel Clemens, der nach seiner Wahl als Stellv. Vorsitzender weiterhin auch als Stellv. Abteilungsleiter Jugend tätig ist, betonte, dass die Jugendabteilung stark wächst. „Allein in der letzten Woche gab es drei Neuanmeldungen und ab dem Sommer können wir auch wieder eine E-Jugend-Mannschaft stellen“, meinte Clemens.
