Evangelisches Jugendheim
Das evangelische Jugendheim in Werth weißt Brandschutzmängel auf (©Frithjof Nowakewitz)

Am vergangenen Mittwoch (19.7.) tagte außerplanmäßig der Haupt- und Finanzausschuss. Dabei ging es darum, ob die Stadt die evangelische Kirchengemeinde Werth bei der Beseitigung der Brandschutzmängel des Obergeschoss im Jugendheim unterstützt.

Der Ausschuss sprach sich dafür aus, die Kirchengemeinde mit einem Zuschuss von bis zu 50.000 Euro bei einer maximalen 80-prozentigen Förderquote zu unterstützen. Die Zusage ist allerdings an Bedingungen geknüpft. So muss die Gemeinde entsprechende Angebote vorlegen und die Brandschutzarbeiten auch nachweislich durchführen.

Miete deckt gerade die Kosten

Im Obergeschoss des evangelischen Jugendheims in Werth hat die Verlässliche Halbtagsschule (VHTS) ihren Platz. Die Räumlichkeit wird von der Stadt mangels Alternativen angemietet. Dies, so hatte die Kirchengemeinde in ihrem Antrag angemerkt, zu einem Mietzinns, der gerade die Kosten deckt. Allerdings ist das aktuell aufgrund dringend notwendiger Brandschutzarbeiten nicht möglich. Deshalb findet die VHTS-Betreuung derzeit in der Stadthalle statt.

Die Kirchengemeinde hatte die Kosten für die Brandschutzarbeiten zunächst auf ca. 30.000 Euro geschätzt. Die Summe war Grundlage für die Beratungen der Ausschussmitglieder. Bauamtsleiter Vitaliy Düking erklärte in der Sitzung, dass ein Gespräch mit dem Brandschutzbeauftragten aber gezeigt hätte, dass sich die Zuschusskosten eher in Richtung 50.000 Euro bewegen würden. Kevin Schneider (FDP) und Ulrich Gühnen (CDU) Dies habe sich aber erst am Dienstag ergeben.

Containerlösung ist raus

Kurzzeitig wurde auch über eine Containerlösung gesprochen. Bürgermeister Michael Carbange sprach sich dagegen aus, da weder Dauer noch Ort für eine Containeranlage geklärt wäre . Vitaliy Dücking merkte zudem an, dass bei einer Containerlösung das investierte Geld nach Abzug der Container weg wäre. „Investieren wir aber in die Räumlichkeiten der Kirchengemeinde, bleibt es im Ort“, so Dücking.

Christian Vedder: „Stadt hat Eigeninteresse“

Stirnrunzeln löste eine Aussage von Sascha Heßeling aus, der erklärte, dass die Stadt die Kirche überhaupt nicht unterstützen müsse, da die als einer der reichsten Grundstückseigentümer gelte und genügend Finanzmittel hätte. Dem widersprach der Beigeordnete Christian Vedder. „Die Stadt ist Hauptnutzer des Obergeschoss und hat daher ein erhebliches Eigeninteresse an der Ertüchtigung“, erklärte Vedder.