
„Mit Beginn der Saison 2026/2027 gibt es beim SV Werth einen Wechsel an der Seitenlinie“, erklärten Fußballabteilungsleiter Thomas Looks und Teammanager Dieter Stauvermann beim SV Werth. Die Nachricht kommt etwas überraschend. Noch ungewöhnlicher ist allerdings, wer der neue Mann ist, wo er bislang als Trainer tätig war und wie er zum SV Werth gestoßen ist.
Ungewöhnlicher Vereinswechsel
Kevin Betting (37) kommt vom SV Borbeck, der in der Kreisliga A in Essen spielt. Dort gilt er als Urgestein, da er den Verein als Trainer von den Jugendmannschaften bis hin zu den Senioren seit fast 20 Jahre begleitet. Auf den ersten Blick ist der Wechsel von Essen nach Werth daher doch etwas ungewöhnlich.
„Der hat regelrecht vom SV Werth geschwärmt“
Aus beruflichen Gründen hat der Borbecker seinen Wohnsitz nach Rees verlegt. Da die regelmäßigen Fahrten von Rees nach Essen auf Dauer zu aufwendig wären, suchte er einen ambitionierten Verein in der näheren Umgebung und stellte sich selbst per Anzeige bei Fupa-Net ins Schaufenster. Ein ehemaliger Trainer des SV Werth las diese Anzeige, setzte sich mit Betting in Verbindung und gab die Kontaktdaten zu Thomas Looks weiter. „Der hat regelrecht vom SV Werth geschwärmt“, erklärte Kevin Betting. Nach einem Telefongespräch kam es dann auch zu einem persönlichen Treffen. „Die Chemie hat sofort gestimmt“, betonten Betting, Looks und Stauvermann. Beide Seiten war sich sehr schnell darüber einig, ab der kommenden Saison zusammenzuarbeiten.

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Gespräche verliefen harmonisch
Es stellt sich da natürlich die Frage, warum der SV Werth überhaupt einen neuen Trainer benötigt. „Direkt gesucht haben wir nicht, aber sowohl vom Trainerteam, als auch aus der Mannschaft heraus kam der Wunsch nach einer externen Trainerlösung“, erzählte Thomas Looks, der aber deutlich betonte, dass alle Gespräche mit dem Trainerteam in einer ganz harmonischen Art abliefen. Bis zum Saisonende werden Michael Booms, Christopher Refke und Jan Akhtar die Mannschaft weiterhin betreuen. Aktuell steht die Mannschaft auf Platz 9 in der Kreisliga B (Gruppe 1). Nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison in die Kreisliga B war das Saisonziel der Klassenerhalt. Der ist nach aktuellem Stand auch sehr wahrscheinlich.
„Ich schaue nicht nach unten“
Wie tickt nun der Mann aus der Ruhrgebietsstadt? Im Interview mit der Fupa-Redaktion wird Betting so zitiert: „Ich bin nie einer gewesen, der um die Mittelfeldplätze spielt und damit zufrieden wäre. Bei mir gibt es nur Knallgas, das wird jeder schnell merken.“ Über direkte Ziele mit dem SV Werth haben sowohl Betting, als auch Looks und Stauvermann nicht gesprochen. „Ich schaue nicht nach unten, sondern will mit meiner Mannschaft in der neuen Saison immer besser sein, als in der Vorsaison“, erklärt der neue Coach. Das nicht genannte, aber sicherlich gewünschte Ziel wäre wohl in absehbarer Zeit der Aufstieg in die Kreisliga A. Mit dem SV Borbeck rangiert Betting in der Essener Kreisliga A auf Platz 3 mit fünf Punkten Rückstand auf Platz 1. Dort wäre für Betting der Aufstieg in die Bezirksliga also noch möglich.
Gespräche mit Spielern
Aktuell scheint es so, dass beim SV Werth noch nicht alle aktuellen Spieler wissen, wo sie in der neuen Saison stehen. Bleiben? Zu einem anderen Verein wechseln? Oder die aktive Laufbahn beenden? Dazu wollte Thomas Looks noch nichts sagen, da es mit allen Spielern noch Gespräche gibt. Auch über Neuzugänge wollte der Abteilungsleiter noch nicht sprechen. Dazu seitens Looks nur soviel: „Wir sind mit dem Einen oder Anderen im Gespräch .“
