Mit Verwunderung haben wir die Pressemitteilung der FDP Isselburg zur Absage des Stadtfestes 2026 zur Kenntnis genommen. Im Vorfeld hat es seitens der Politik keinerlei Gesprächs­ oder Klärungsanfrage an das Isselteam gegeben. Dabei ist dem gesamten Rat seit Jahren bekannt, dass wir jederzeit konstruktiv, offen und gesprächsbereit zur Verfügung stehen. Die Entscheidung, das Stadtfest im Jahr 2026 nicht durchzuführen, wurde innerhalb des Isselteams demokratisch getroffen.

Isselteam - Stadtfest 2025
Das war 2025: Christoph Bugdoll, Nico Dammeier, Rebecca Kramer, Thomas Westerhoff, Laura Schneider, Tina Schumacher (nicht mehr in der Verwaltung tätig), Timo Dammeier und Tobias Nöllen (v.l.) stellten das Programm für das Stadtfest vor (Archivbild: Frithjof Nowakewitz)

Hintergrund ist die besondere Veranstaltungssituation in diesem Jahr: Zahlreiche größere Veranstaltungen im Ortsteil Isselburg sowie insbesondere die 600­Jahr­Feier in Werth binden ehrenamtliche Kräfte, organisatorische Kapazitäten und Unterstützer. Diese Jubiläumsveranstaltung möchten wir ausdrücklich unterstützen und ihr den notwendigen Raum geben.

Vielzahl von Veranstaltungen

Bereits jetzt zeigt sich, dass das Jahr 2026 von einem außergewöhnlich umfangreichen Veranstaltungskalender geprägt ist. Neben der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses gehören unter anderem „IsselUnplugged“, das gemeinsame Tannenbaumschmücken am ersten Adventsfreitag, traditionelle Schützenfeste in den Ortsteilen sowie Veranstaltungen wie die Pfingstkirmes in Anholt zum Jahresprogramm. Diese Vielzahl an Terminen wird von Vereinen, Ehrenamtlichen, Verwaltung und lokalen Unternehmen gemeinsam getragen und benötigt entsprechende organisatorische und personelle Ressourcen.

Bürgermeister hat Absage nicht mit Freude aufgenommen

Uns ist wichtig zu betonen, dass Bürgermeister Michael Carbanje die Bedeutung des Stadtfestes gegenüber dem Isselteam bis zuletzt hervorgehoben hat. Er hat unsere Entscheidung letztlich respektiert, auch wenn er sie sichtbar nicht mit Freude zur Kenntnis genommen hat. Dies unterstreicht, dass die Absage nicht auf mangelndes Interesse der Stadt zurückzuführen ist, sondern auf eine eigenständige, ehrenamtlich getragene Entscheidung des Organisationsteams.

Wir verstehen das Jahr 2026 daher nicht als Ende des Stadtfestes, sondern als eine schöpferische Pause und zugleich als Chance zur Weiterentwicklung des kulturellen Angebotes in allen Stadtteilen. Ziel ist es, Veranstaltungen stärker zu verteilen und damit das gemeinschaftliche Leben in ganz Isselburg zu stärken.

Überlegungen für neue Formate

In diesem Zusammenhang wird aktuell über neue Formate – beispielsweise einen möglichen Gewerbemarkt – nachgedacht. Diese Überlegungen befinden sich jedoch noch in einem sehr frühen Stadium. Es gibt hierzu weder feste Planungen noch Entscheidungen. Klar ist lediglich: Bewährte Bestandteile des bisherigen Stadtfestes sollen erhalten bleiben und künftig durch Einblicke in lokale Betriebe, Handwerk und Industrie ergänzt werden. Eine mögliche Durchführung im Bereich der Industriestraße würde darüber hinaus die Umsetzung der geforderten Sicherheitskonzepte erheblich erleichtern.

Enge Zusammenarbeit

Festzuhalten bleibt außerdem: Das Isselburger Stadtfest ist traditionell aus der Isselburger Werbegemeinschaft, dem heutigen Isselteam, heraus entstanden. Gleichzeitig wäre diese Großveranstaltung ohne die intensive Unterstützung der Stadtverwaltung niemals realisierbar
gewesen. Weder die Stadt noch das Isselteam hätten das Fest allein stemmen können – erst die enge Zusammenarbeit beider Seiten hat das Stadtfest in den vergangenen Jahren zu dem gemacht, was die Bürgerinnen und Bürger kennen und schätzen. Das Isselteam steht weiterhin für Gespräche mit Politik, Vereinen, Verwaltung und Bürgerschaft bereit. Unser gemeinsames Ziel bleibt ein lebendiges, vielfältiges Veranstaltungsangebot in Isselburg – auch künftig mit einem Stadtfest, das die Gemeinschaft unserer Stadt verbindet.