In der letzten Sitzung des Ausschuss für Jugend, Schule, Sport, Kultur, Soziales (JSSKS) am 4.2. war auf Antrag der CDU-Fraktion auch der Familienpass der Stadt Isselburg ein Thema.

Dabei stellte die sachkundige Bürgerin der CDU, Sabrina Knebelkamp heraus, dass nicht alle Bürger wissen, dass es diesen Familienpass gibt. Zudem sei das Thema auf der städtischen Website schwer zu finden. Dr. Dona Barirani – ebenfalls sachkundige Bürgerin bei der CDU, hatte für die Sitzung eine Kurzrecherche, sowie verschiedene Umsetzungsvorschläge erarbeitet.

Dr. Dona Barirani
Dr. Dona Barirani (©fno)

Um aktuell das Thema „Familienpass“ auf der Website zu finden, muss man auf der Homepage der Stadt rechts unter dem Telefonhörer das Kalendersymbol (Onlinetermin) anklicken, dann auf „Sonstiges“ gehen und langsam nach unten scrollen. Es geht aber auch ein bisschen leichter, in dem man oben auf der Website auf die Lupe klickt und „Familienpass“ eingibt. Es geht auch über diesen Link

Familienpass ab dem ersten Kind

„Der Familienpass ist eine kommunale Leistung, die Familien mit Kindern Vergünstigungen für Freitzeit-, Bildungs- und Kulturangebote ermöglicht“, erklärte Dr. Dona Barirani. Viele Kommunen hatten unterschiedliche Modelle, wie die Ausgabe beispielsweise für Familien erst ab dem dritten Kind oder mit Einschränkungen für Alleinerziehende. Ziel sei nun ein kreisweiter Familienpass, der schon ab dem ersten Kind gilt und in allen teilnehmenden Kommunen nutzbar ist. Also beispielsweise auf die Erwachsenenkarte im Bahia Erlebnisbad in Bocholt, bei VHS-Kursen oder Kultur- und Freizeitangeboten.

Vorteile auch über die Stadtgrenze hinaus

In Isselburg gibt es diesen Familienpass. Er wird aber nicht automatisch ausgegeben, sondern nur auf eigenen Antrag. Im Gegensatz dazu wird der Pass in Bocholt automatisch per Post nach Geburt oder Anmeldung des Kindes nach Hause geschickt. Positive Effekte sind eine höhere Nutzung, weniger Bürokratie und stärkere Wahrnehmung als familienfreundliche Stadt. „Einrichtungen wie das Bahia, VHS, sowie Museen werden ohnehin von Isselburger Familien genutzt – ergibt also einen deutlichen Mehrwert“, erklärte Barirani. Daher müssste man auch potenzielle Partner, wie etwa die Anholter Schweiz oder die städtischen Büchereien mit ins Boot holen.

Automatische Ausgabe – Weniger Bürokratie

Eine automatische Ausgabe wäre sinnvoll für alle Beteiligten. Für die Familien ergäben sich keine Hürden, sie würden den Pass automatisch erhalten. Davon profitieren alle, nicht nur die gut informierten oder vernetzten Eltern. Zudem würde sich Isselburg als familienfreundliche Stadt positionieren. Und nicht zuletzt wäre der Verwaltungsaufwand äußerst gering.

Grünensprecher Uwe Übelacker stellte die Frage in den Raum, wie das Ganze finanziert werde. „Finanziert das die Stadt oder der Kreis?“ Sabrina Knebelkamp erklärte dazu, dass das tatsächlich Angebote der daran beteiligten Vereine oder Unternehmen sind. Beschlossen wurde einstimmig, dass der Familienpass auf der Homepage der Stadt transparenter dargestellt wird, die Eltern aktiv über den Familienpass zu informieren. Zudem sollen mögliche sich beteiligende Partner gewonnen werden.