Wenn die Heeldener Laienspielschar ihr Bühnenprogramm ankündigt, ist die Erwartungshaltung beim Publikum schon immer sehr hoch. Das war auch bei den beiden Veranstaltungen am Wochenende so, als die Laienspielschar in der Bürgerhalle Herzebocholt zu einer „Kreuzfahrt im Schweinestall“ startete.
Und die Besucher wurden nicht enttäuscht. Die Unterhaltung der Schauspieler auf der Bühne und die dazugehörende Mimik löste Lachsalven und spontane Beifallsstürme aus. „Die sind einfach gut“, meinte eine älterer Frau, die, wie sie selbst erzählte, möglichst jedes Jahr zu der Aufführung kommt. Das bei dem Stück sogar der Heeldener Schützenverein und das Tambourcorps eine aktive Rolle spielte, kam zum einen beim Publikum gut an und zeigte andererseits auch die dörfliche Verbundenheit der Vereine.

Der Inhalt ist kurz erzählt: Bauer Jupp Speckmann gewinnt bei einer Tombola des Heimatvereins eine Kreuzfahrt. Nun ist der Mann hochgradig wasserscheu, so dass er den Gewinn nicht antreten will und ersatzweise seinen besten Freund Walter losschickt. Jupp versteckt sich derweil im Schweinestall. Durch unglückliche Umstände muss er sich als Frau verkleiden und stellt sich dann als seine eigene Schwester Judith vor. Als dann die Nachricht kommt, dass das Schiff gesunken ist, hat er das große Problem, wieder als Jupp ins dörfliche Leben zurückzukehren. Hinzu kommt, dass der Lehrling Jan und Jupps Tochter Anna „weil es da so schön ist“, oftmals ins Heu verschwinden, und der Polizist Bernd auf die aufgetauchte Judith geworfen hat.
Da die Heeldener Laienspieler am kommenden Wochenende die „Kreuzfahrt im Schweinestall“ noch zweimal im Bürgerhaus Rees aufführen, soll hier das Ende noch nicht ganz aufgelöst werden. Wer also mag, kann am Samstag (17.1.) um 19:30 Uhr und am Sonntag (18.1.) um 17 Uhr die Aufführungen besuchen.
