In 13 Wochen geht ein Stück Schulgeschichte zu Ende – Ehemalige können am 25.6. Abschied nehmen

Es ist nicht bekannt, wieviel Schüler und Schülerinnen die 1976 eröffnete Schule am Stromberg in den 46 Jahren besucht haben. Es waren sicherlich viele, allerdings sank die Zahl in den letzten Jahren stetig. Nun ist das eingetreten, was sich eine Kommune eigentlich nicht leisten kann – die einzige öffentliche weiterführende Schule schließt. Am 24. Juni 2022, in also fast genau drei Monate, werden dort nun die letzten Schüler und Schülerinnen die Schule verlassen. Eine Schule mit einer wechselvollen Geschichte ist dann selbst Geschichte. Mal war sie eine Hauptschule, mal eine Verbundschule (Haupt- und Realschule) und in der letzten Zeit wieder eine Hauptschule. Was bleibt, ist ein Gebäude, an dessen Zukunft nur eins sicher ist – die Unsicherheit. Hier müssen Politik und Verwaltung noch eine Lösung finden.

Alina Schneidereit (Schulsozialarbeiterin), Frank Milius (Schulleiter) und Daisy Bley (Objektplanung) hoffen auf eine große Beteiligung (Bild: Frithjof Nowakewitz)

„Aber man kann doch auch nicht einfach nur den Schlüssel umdrehen und Schluss machen “, sagte sich das Kollegium der Hauptschule. Es hatte die Idee, allen Ehemaligen, egal ob Schüler und Schülerin, oder Lehrer und Lehrerein, die Chance zu geben, sich von „ihrer“ Schule zu verabschieden. „Jeder, der sich mit der Schule verbunden fühlt, ist herzlich willkommen”, sagt Frank Milius, aktuell noch Leiter der Schule. Für die Planung und Gestaltung rund um das Thema „Was es ist und was es wahr, wird uns erst am Ende klar“ hat die Schulde die ehemalige Sozialarbeiterin Daisy Bley beauftragt.

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Abschied am 25. Juni mit Bildern, Bier und Bratwurst

Geplant ist ein Nachmittag, an dem mit Bildern und Videos an die vielen großen und kleinen Begebenheiten erinnert werden soll und bei dem bei Kaffee, Kuchen, Bier und Bratwurst über die frühere Schulzeit geklönt werden kann. Ehemalige Schüler und Schülerinnen, treffen frühere Lehrer und Lehrerinnen, um in Gesprächen die (Schul)Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Und es gibt viel zu erzählen, denn es gab unzählige Begebenheiten, die in persönlichen Aufzeichnungen des Lehrpersonals, oder in Berichten der örtlichen Medien oftmals eine große Rolle spielten. Ganze Alben mit Zeitungsberichten und Fotos zeugen von vielen Abschlussfeiern, die Schule betreffende politische Entscheidungen, von Sitzungsprotokollen der Schulpflegschaft und von vielen großen und kleinen, sowie fröhlichen und traurigen Begebenheit.

Um den Tag so interessant wie möglich zu gestalten, werden nun Fotos und Videos gesucht, die von früheren Schülern oder Schülerinnen oder deren Eltern gemacht wurden. Diese sollen dann am 25. Juni ausgestellt werden. Die dafür bestimmte Mailadresse lautet abschlusshauptschule@gmail.com

Wer wurde was

Alle Schüler/innen haben in der Schule die Grundlagen für ihren beruflichen Werdegang erhalten. Aber was ist aus den Ehemaligen eigentlich geworden? Vielleicht ist der/die Eine oder Andere selbst Lehrer geworden. Oder vielleicht auch Inhaber eines eigenen Unternehmens, oder Abteilungsleiter in einer großen Firma, oder hat sein Glück vielleicht auch im Ausland gefunden. Sie alle und natürlich auch alle anderen Ehemaligen sind eingeladen, am 25. Juni aus ihrem Leben zu erzählen. Warum? Sie alle waren Teil dieser Schule und ihrer Geschichte. So ein Tag lebt von den Erzählungen und Bildern aus der Schulzeit. Schön wäre es daher, wenn viele ehemalige Schüler und Schülerinnen es möglich machen könnten, am 25. Juni dabei zu sein. Dabei ist es völlig egal, wie lange die eigene Abschlussfeier schon her ist.

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