Förderung des Radverkehrs ins Industriegebiet Heelden ist notwendig

Die Verkehrsinfrastruktur ist, bezogen auf den Ortsteil Heelden und besonders, was das Gewerbegbiet betrifft, verbesserungswürdig. Dies hat das Gutachten des Mobilitätsberatungsbüro Krahmann und Kollegen ergeben. Grundlage für die Erkenntnis ist eine Mitarbeiterumfrage, die im Herbst 2021 in den verschiedenen Unternehmen im Gewerbegebiet Heelden mit großem Erfolg durchgeführt wurde. Von den ca. 800 Beschäftigten haben mehr als die Hälfte an der Befragung teilgenommen.

90 Prozent der Arbeitnehmer fahren mit dem Auto zur Arbeit

Unter Berücksichtigung vollständiger und verwertbarer Antworten konnte am Ende ca. ein Viertel der Teilnehmenden in der Auswertung berücksichtigt werden. „Erfahrungsgemäß aus vergleichbaren Umfragen ein guter Wert und statistisch gesehen auch repräsentativ“, kommentierte Klaus Zallmann diese Quote. Die Ist-Situation zeigt, was sich täglich auf der Straße erahnen lässt: 90% nutzen den eigenen PKW zur Erreichung ihrer Arbeitsstätte. Dieser Anteil liegt höher als die in NRW im Durchschnitt veranschlagten 71% (Fahrer und Mitfahrer) für kleinstädtisch strukturierte Räume.

Die meisten Arbeitnehmer im Industriegebiet Heelden kommen mit dem Auto zur Arbeit (Bild: Frithjof Nowakewitz)

Kein ÖPNV nach Heelden

Die Erklärung liegt auch hier auf der Hand: ein fehlendes Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs sowie die viel befahrene B67 motivieren eher zur PKW-Nutzung, als z.B. mit dem Rad zur Arbeit zu pendeln. Die meisten Beschäftigten wohnen übrigens in Bocholt, gefolgt von Isselburg und Rees sowie Hamminkeln und Rhede. Ein knappes Drittel nimmt weiter entfernte Anreisen aus Kleve, Wesel, Duisburg etc. in Kauf. Neben verschiedenen Fakten zur Mobilität, die abgefragt wurden, konnten die Beschäftigten auch in offenen Antwortfeldern ihre Sicht auf die verkehrlichen Dinge benennen. Hier wurde häufig die Kreuzungs- und Ampelschaltung bei der Zuwegung in die Gewerbegebiete genannt, jedoch gab es ebenso häufig den Hinweis auf eine fehlende Bushaltestelle.

Radwegeinfrastruktur soll mittelfrist verbessert werden

Michael Carbanje erläuterte in der Unternehmerrunde die infrastrukturellen Aspekte im Rahmen des geplanten Ausbaus der B67. In diesem Zusammenhang wird es Verbesserungen geben, welche die Zufahrtsregelung in die Gebiete optimieren. Auch wird in diesem Zusammenhang die Radweginfrastruktur für bessere Bedingungen dahingehend sorgen, in mittelfristig absehbarer Zeit Heelden besser mit dem Rad zu erreichen.

Arbeitnehmer haben positive Haltung zur Fahrradnutzung

Wie geht es weiter im Projekt „alternativ mobil in Heelden“? Die Ergebnisse der Umfrage haben insgesamt gezeigt, dass es eine positive Haltung gegenüber der Fahrradnutzung gibt. Um diese in den Unternehmen zu fördern bzw. den z.T. schon guten Stand der Dinge weiter zu optimieren, wird das Büro Krahmann und Kollegen im Frühjahr 2022 einen Unternehmer-Workshop anbieten, bei dem es um die Förderung des Radverkehrs in Unternehmen geht – technisch, organisatorisch und auch aus kommunikativer bzw. motivationstechnischer Sicht

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