Hobby-Historiker Fritz Stege feiert heute seinen 94. Geburtstag

Isselburgs Hobbyhistoriker Fritz Stege feiert heute seinen 94 Geburtstag. Auch wenn Stege in Hüthum geboren wurde, so war er doch immer ein Isselburger. Mit zwei Jahren kam er nach Isselburg, weil sein Vater als Postmeister von Emmerich nach Isselburg versetzt wurde. Sein beruflicher Werdegang bei unterschiedlichen Arbeitgebern führte ihn ins Bergischen Land und auch ins Sauerland. Die Verbindung nach Isselburg riss allerdings nie ab. So war es eigentlich klar, dass Fritz Stege mit seiner Familie nach dem Renteneintritt 1992 in die alte Heimat zog.

Langeweile kennt Fritz Stege nicht (Foto: Frithjof Nowakewitz)

“Ohne Bücher kann ich nicht leben”

„Langeweile hatte und habe ich nicht“, erklärt der nun fast 94-jährige Isselburger und ergänzte, dass er ohne Bücher nicht leben könne. Aber nicht nur das Geschriebene hat ihn fasziniert – fotografieren und filmen gehörten ebenso zu seinen Leidenschaften. Zu seinem sehr außergewöhnlichen Archiv gehören mehr als 16.000 Dias und ca. 13 Kilometer Filmmaterial. Auf die Frage, wie viele Bücher er habe, kam kurz und knapp die Antwort: „Das weiß ich nicht“. Zeit seines Lebens hat Fritz Stege nie einen Computer besessen, alles wurde handschriftlich festgehalten. Sein Archiv verteilt sich auf fast die ganze Wohnung. Bücher in allen Räumen, Schriftliche Aufzeichnungen in Ordnern und Schubladen – und Fritz Stege weiß noch immer ganz genau, wo was steht oder liegt. Bezogen auf (Alt)Isselburg ist der Mann ein wandelndes Lexikon. Klemens Hakvoort vom Isselburger Heimatkreis bestätigt, dass ohne Fritz Stege und dessen Wissen viele Publikation zu Isselburger Themen nicht hätten erscheinen können. Sicherlich auch deshalb, weil Stege im Laufe seines Lebens ein großes Netzwerk aufgebaut hat. Für sein Wirken hat Stege 2013 den Bürgerehrenpreis der Stadt Isselburg erhalten.

Wer übernimmt seinen archivarischen Nachlass?

Seit geraumer Zeit denkt der Hobbyhistoriker Fritz Stege darüber nach, wer denn nun sein gesamtes Archiv übernehmen könnte. Die Unterlagen, die seine eigene Familie betreffen, darunter eben auch viele Bilder, Filme und Schriftstücke, wird sein Sohn Frank bekommen. Aber was ist mit den vielen anderen Schriftstücken, in denen fast alles von der Geschichte Isselburg´s handelt? „Am liebsten wäre mir, wenn alles in Isselburger Hände bliebe“, erklärt Fritz Stege, erklärt aber gleich, dass es mit den Städten Wesel und Rees noch andere Interessenten an dem riesigen historischen Fundus gibt. Im Sinn von Fritz Stege wäre es, wenn sich in Isselburg kompetente Personen finden würden, die sein geschichtliches Vermächtnis in seinem Sinn verwalten und pflegen könnten.

Bürgermeister schickt Geburtstagsgrüße aus dem Urlaub

Auch Bürgermeister Michael Carbanje, der sich derzeit im Urlaub befindet, gratuliert aus der Ferne. ” Fritz Stege ist ein für die Stadt Isselburg bedeutender Hobby-Historiker und für mich die erste Anlaufstelle, wenn es um die Historie bzw. die Vergangenheit der Stadt geht. Es ist für mich immer wieder beeindruckend, mit welcher Sorgfalt, Akribie und vor allem Umfänglichkeit Herr Stege die historischen Themen, die Ihn beschäftigen, aufarbeitet und nicht nur schriftlich sondern auch mündlich vorträgt.
Ich gratuliere Herrn Stege von Herzen zu seinem 94. Geburtstag nicht nur persönlich sondern auch im Namen des Rates der Stadt Isselburg, der Verwaltung und aller Bürgerinnen und Bürger unsere Stadt. Ich wünsche Ihm weiterhin alles Gute, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit.”

Schreibe einen Kommentar