Gefeiert haben die Verantwortlichen des Werther Heimatvereins nicht. Dabei hätten sie dafür durchaus einen Grund gehabt, denn gestern fand zum 30. Mal der Weihnachtsmarkt in Werth statt, der pünktlich von Dorfausrufer Reinhold Pries eröffnet wurde.

Der Beginn war vor 30 Jahre mit einem Weihnachtsbaummarkt direkt vor dem alten Rathaus. Später ging es dann zur Zitadelle am Heimathaus. Seit 2010 findet der Weihnachtsmarkt nun rund um die Mühle statt. Veronika Giesing vom Heimatverein war zunächst strickt gegen den Umzug zur Mühle. Erst als sich die Werther Vereine, wie die Treckerfreunde, oder auch die Werther Knappen bereit erklärten, bei der Organisation und Durchführung zu helfen, gab sie ihr Okay. Ein wichtiger Baustein war und ist auch die Beteiligung der Gaststätte "Zur Mühle".

Besucher aus der Niederlande

Heute ist der Weihnachtsmarkt ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender. Und das mit wachsender Beliebtheit. Die Besucher kommen nicht nur aus dem Isselburger Stadtgebiet, sondern mittlerweile auch von weiter außerhalt. Gestern waren sogar Besucher aus Arnheim da, die extra wegen dem Weihnachtsmarkt nach Werth gekommen sind.

Drei Frauen aus Anholt spenden für den guten Zweck

Martina Geukes, Sonja Ragas und Nicol Schwung (von links) spendeten den Erlös für einen gute Zweck

Am Stand von Martina Geukes, Sonja Ragas und Nicol Schwung, alle drei aus Anholt, ging es zum Einen künstlerisch und zum Anderen kulinarisch zu. Die Besucher konnten sich entscheiden, ob sie Bilder, Gewürze oder spezielle Zuckermischungen erwerben wollten. Das Gute an der Geschichte ist, dass der gesamte Erlös zu Gunsten von hungernden Kindern im Jemen gestiftet wird. "Ich hab einen Bericht im Fernsehen von der Situation im Jemen gesehen", erklärte Nicol Schwung und ergänzte, dass sie sich dann mit Martina Geukes und Sonja Ragas dazu entschlossen hat, am Weihnachtsmarkt teilzunehmen und den Erlös zu spenden.

Beleuchtete Glasbauseine aus Millingen

Auch die Standbetreiber von außerhalb haben mittlerweile das Flair rund um die Mühle kennen und lieben gelernt. Dies gilt auch für Carina Maatkamp aus Millingen, die bereits zum dritten Mal auf dem Weihnachtsmarkt dabei ist. Sie bot von innen beleuchtete Glasbausteine an. Wie sie berichtete, hat sie allerdings das Problem, dass es die früher sehr beliebten Glasquadrate jetzt kaum noch gibt. Die Nachschubbeschaffung ist also nicht ganz einfach. 

Honig aus Werth

Mittlerweile zum Familienbetrieb hat sich die Imkerei Bleise aus Werth entwickelt. Neben den verschiedensten Honigsorten waren auch Bienenwachskerzen und Liköre im Angebot. Außerdem gab es viele Anbieter mit Kunsthandwerk der verschiedensten Art.

Essen und Trinken nicht nur zum Aufwärmen

Insgesamts, so die Vorsitzende des Heimatvereins Annelore Blecking, waren 32 Stände vertreten. Die Treckerfreunde Werth erfreuten die Besucher bei dem kalten Wetter mit heißen Bratwürstchen und die Werther Knappen sorgten mit Bratäpfeln und heißem Kakao auch für innere Wärme. Glühwein gehört natürlich ebenso zu einem Weihnachtsmarkt, wie lecker Reibekuchen. Im beheizten Zelt gab es Kaffee und Kuchen.

Weihnachtliche Klänge an der Mühle

Viele Besucher lauschten dem Gesang des Kinderchores

Neben dem Isselburger Jugendblasorchester gaben auch der Kinderchor unter der Leitung von Hildegunde Hagemann, sowie der Shantychor Bocholt weihnachtliche Lieder zum Besten. Und natürlich machte auch der Nikolaus seine Runde, um die vielen Kinder mit kleinen Süßigkeiten zu bescchenken.

Fotos: Frithjof Nowakewitz