Isselburg21 hat die Initiative für eine weiterführende Schule in Isselburg übernommen. Vorbereitend hierzu wurden Studenten der Westfälischen Hochschule Bocholt und Professor Dr. Klaus Thiel eingebunden, um Elternfragebögen zu entwickeln. Über die Kindergärten und die Grundschulen im Isselburger Stadtgebiet, sowie in Millingen wurden die Fragebögen nun an die Eltern verteilt.

Wie seit längerem bekannt, wird 2019 die Realschule und 2022 die örtliche Hauptschule als letzte weiterführende Schule in Isselburg geschlossen. Danach müssten Schüler auf Schulen in Bocholt, Rees, oder Hamminkeln ausweichen, was für die Betroffenen mit ziemlich viel Fahrerei verbunden wäre. Aber auch für die Stadt selbst wäre eine fehlende weiterführende Schule ein Desaster. Dies trifft auch für die örtlichen Betriebe zu, die vielfach ihren beruflichen Nachwuchs aus der Isselburger Real-, bzw. Hauptschule bekommen.

Weiterführende Schule in privater Trägerschaft

Isselburg21 will das Auslaufen der letzten weiterführenden Schule verhindern. Das Ziel, diese Schulform zu erhalten geht aber nur mit den Eltern. Wollen die das überhaupt? Um dies festzustellen, sind die Eltern nun auch gefordert. "Jetzt ist der richtige aber möglicherweise auch der letzte Zeitpunkt für einen schulischen Neustart in privater Trägerschaft: Die Infrastruktur in Form von Schulgebäuden und schulischen Einrichtungen ist voll funktionsfähig erhalten und könnte nahtlos übernommen werden. Die weiterführenden Schulen (Real- und Hauptschule) als wichtiges gemeinsames Projekt aller Isselburger Ortsteile sind im Bewusstsein der Stadtgemeinde noch fest verankert. Ohne bürgerliches Engagement wird in nächster Zukunft die Schule als städtischer Mittelpunkt verschwunden sein. Deshalb sollten wir jetzt handeln", heißt es in dem Elternbrief von Isselburg21.

Reinhold Kühne, der Vorsitzende von Isselburg21, mit seinen Töchtern bei der Abgabe seines ausgefüllten Fragebogens (Foto: Privat)

Jetzt sind die Eltern gefragt

Den Eltern bietet sich jetzt die Chance, die schulische Zukunft Ihrer Kinder mitzugestalten und nebenbei die gedeihliche Entwicklung der Stadt Isselburg maßgeblich positiv zu beeinflussen.  Macht eine weiterführende Schule in Isselburg für Sie Sinn? Wie könnte diese Schule aussehen? Und welche Anforderungen haben die Eltern an diese Schule? Das sind Fragen, die für den Fortgang der Initiative wichtig sind.

"Bisher haben sich uns viele Türen geöffnet. Wir sind deshalb sicher, gemeinsam mit Ihnen die Isselburger Schule realisieren zu können", schreibt Isselburg21 in dem Elternbrief. Es liegt also nun ausschließlich an den Eltern, ob es zukünftig eine weiterführende Schule gibt, oder eben nicht. Es gibt im Prinzip niemanden, der die Notwendigkeit einer weiterführenden Schule in Isselburg in Frage stellt.

Wie wichtig ein Ja zur weiterführenden Schule ist, lässt sich leicht aus den möglichen Schülerzahlen ableiten.

Einrichtung Zustellung Kinder
1 Katholische Grundschule Anholt 28. Mai 131
2 Grundschulverbund Isselschule 28. Mai 154
3 Grundschulverbund Isselschule 28. Mai 100
4 DRK KiTa Haus für Kinder 28. Mai 75
5 KiTa Rappelkiste 28. Mai 22
6 KiTa Die Arche - St. Pankratius 28. Mai 60
7 KiTa AWO Familienzentrum 28. Mai 30
8 AWO KiTa FaBeLand 29. Mai 32
9 AWO Familienzentrum 29. Mai 58
10 AWO Familienzentrum 29. Mai 20
11 KiTa St. Bartholomäus 28. Mai 61
12 KiTa St. Peter und Paul 28. Mai 60
13 St. Quirinus 28. Mai 18
14 Grundschule 30
Summe 851

Sollte jemand aus welchen Gründen auch immer keinen Fragebogen bekommen haben, so kann er sich diesen hier runterladen, ausdrucken, ausfüllen und wie in dem Anschreiben vorgesehen zurückgeben. Der Abgabetermin für die Elternfragebögen ist der 7. Juni 2018. Eine Möglichkeit, den ausgefüllten Fragebogen zurückzugeben, besteht schon am kommenden Sonntag auf dem Stadtfest am Stand von Isselburg21.

Titelbild: Frithjof Nowakewitz



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