Hype um die ausgebüxte Wölfin

Selten bekommt der Wildpark Anholter Schweiz so viel Aufmerksamkeit durch die Medien, wie jetzt. Schuld daran ist eine junge Wölfin, die gestern aus ihrem Gehege ausgebüxt ist. Allerdings, und das ist wohl das Wichtigste, befindet sich das Tier innerhalb des umzäunten Wildparks. Eine Gefahr für Mensch und Tier außerhalb des Parkgeländes ist daher ausgeschlossen. Der Park ist derzeit für Besucher geschlossen. Diverse Fernsehsender von WDR bis hin zu Sat1 und auch die Druckmedien, von Lokal bis zur Bild, geben sich die Klinke des Wildparks in die Hand. Zeitweise tummelten sich heute gleich mehrere Medienvertreter im Eingangsbereich des Parks, um mit der Pächterin Monika Westerhoff-Boland zu sprechen.

Die junge Wolfsdame hat im Rahmen einer Transportvorbereitung die kurze Gelegenheit genutzt, um ihr Gehege zu verlassen. Die Wölfin sollte mit zwei ihrer Schwestern in einen anderen Tierpark verlegt werden.

Lebend ist sie nun eigentlich nur durch den Einsatz eines Betäubungsgewehres wieder einzufangen. Wie Werner Boland mitteilte, wird die Wölfin immer mal wieder an verschiedenen Stellen im Park gesichtet. Für den Einsatz des Gewehres ist sie aber in der Regel zu weit entfernt. "Wir müssen in etwa auf zehn bis fünfzehn Meter an das Tier ran, um einen gezielten Schuss ansetzen zu können". Und genau das ist das Dilemma. Wölfe sind Fluchttiere. Da wird es schwer, so nah an die Wölfin heran zu kommen.

Der aktuelle Stand ist der, dass im Park nun eine Lebendfalle aufgestellt wurde, die, sollte der Wolf in die Falle gehen, eine Signal zum Kassenhaus sendet. Dort werden Mitarbeiter des Parks auch in der Nacht Wache halten, um im Fall des Falles die Tierärztin zu informieren. Diese darf das Betäubungsgewehr benutzen. Monika Westerhoff-Boland hat die Hoffnung, dass das Tier den fleischigen Köder in der Lebendfalle annimmt und so gefangen werden kann.

Foto: Archivbild IL

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