Tierpfleger Maik Elbers verlässt die Anholter Schweiz

Für die Öffentlichkeit und die vielen Besucher gehört Tierpfleger Maik Elbers schon fast zum Inventar des Biotopwildpark Anholter Schweiz. Zukünftig werden sie allerdings auf den Tierpfleger verzichten müssen. Elbers wird nach fast acht Jahre den Wildpark zum Ende des Monats in Richtung Norddeutschland verlassen. 

Maik Elbers verlässt nach acht Jahre die Anholter Schweiz (Foto: Frithjof Nowakewitz)
Maik Elbers verlässt nach acht Jahre die Anholter Schweiz (Foto: Frithjof Nowakewitz)

"Ich bin jetzt 39 Jahre und möchte noch mal was neues anfangen", erklärte Maik Elbers im heutigen Pressegespräch. Sein neuer Wirkungskreis ist der Wildpark Schwarze Berge in Rosengarten. Der Park, rund 30 Kilometer vor den Toren Hamburgs gelegen, hat eine ähnliche Struktur, wie die Anholter Schweiz, beherbergt aber fast drei Mal so viel Tiere. "Als das Angebot von dort kam, hab ich nicht lange überlegen müssen", erzählte Maik Elbers und bekräftigte, dass er sich nicht selbst dort beworben hat.

Elbers übernimmt die Leitung in der Tierpflege

Nach seiner dreijährigen Ausbildung zum Tierpfleger im Duisburger Zoo hat Elbers unter anderem im Vogelpark Plantania in Kevelear und im Anholter Bärenwald gearbeitet, bevor er dann als leitender Tierpfleger in den Wildpark der Anholter Schweiz wechselte. In dem neuen Wirkungskreis ist einiges etwas größer. Auch wenn das Gelände im Wildpark Schwarze Berge an sich etwas kleiner ist, sind mit rund 1000 Tieren das dreifache an hungrigen Mäulern und Schnäbeln zu versorgen. Dafür sind ca. 15 feste Tierpfleger zuständig. Maik Elbers wird dort ab dem 1. Dezember die Leitung in der Abteilung Tierpflege übernehmen.

Maik mit Rentiermädchen Svenja, die durch falsche Fütterung von Besuchern starb. (Archivbild: Frithjof Nowakewitz)
Maik mit Rentiermädchen Svenja, das zum Teil in der Wohnung von Maik Elbers aufwuchs. (Archivbild: Frithjof Nowakewitz)

Wildschweinferkel, Rentier und ein Rehbock im Badezimmer

Maik Elbers ist nicht nur als Tierpfleger in der Anholter Schweiz bekannt. Auch als Ziehvater von kleinen Wildschweinkindern hat er sich einen Namen gemacht. Vielen sind die Bilder noch bekannt, wo die kleinen Ferkel das Badezimmer in der Wohnung von Maik Elbers in Beschlag genommen haben. Und auch der kleine Rehbock Manfred, sowie Rentiermädchen Svenja wurden in der Elbers-Wohnung groß. Dies wird in dieser Form wohl nicht noch mal passieren. Aber Maik Elbers möchte sich schon die Möglichkeit der Tiernachzucht offen halten. Unbekannt ist der Wildpark Schwarze Berge für Elbers nicht mehr. In den vergangenen Wochen war er schon einige Male dort, um sich ein Bild von seinem neuen Wirkungskreis zu machen.

Letzte Futterunde am 15. November

Am kommenden Sonntag ist der letzte Arbeitstag, an dem die Öffentlichkeit teilnehmen kann. Dann findet um 10:30 Uhr letztmalig die Futterrunde mit Maik Elbers statt. "Das wird dann sicher schon etwas komisch sein", erklärte der scheidende Tierpfleger, der sich aber im wahrsten Sinn des Wortes "tierisch" auf die neue Aufgabe freut. Als bemerkenswerte Erinnerungen nimmt Elbers die zahlreichen Besuche verschiedener Fernsehteams mit ihren teils aufwendigen Drehtagen mit. Und auch die Erinnerungen an den streitlustigen Rehbock Manfred, sowie der ständige Kontakt vor allem mit den kleinen Besuchern werden sicher nicht so schnell verblassen.

Nachfolgerin wird Sandra Kühn

Die Nachfolge von Maik Elbers ist übrigens auch geklärt. Mit Sandra Kühn tritt eine Tierpflegerin die Nachfolge an, die sich in der Anholter Schweiz bestens auskennt. Die 29-Jährige hat bereits als Pflegerin im Anholter Bärenwald gearbeitet. Bekanntermaßen ist der Bärenwald eine eigenständige Institution mit einem eigenen Betreiber, die aber inmitten des Wildparkes angesiedelt ist. Von daher ist der Nachfolgerin von Maik Elbers die Örtlichkeit nicht unbekannt. Sandra Kühn hatte sich aufgrund der Stellenausschreibung über den Verband bei der Pächterin des Wildparkes Monika Westerhoff-Boland beworben. Die neue Tierpflegerin tritt ihren Dienst am 1. Januar 2016 an.