Isselburger Heimatkreis feiert Jubiläum

Am 30. April wird in Isselburg traditionell am Ständebaum der Maikranz aufgehängt. Dies wird auch diesmal so sein. Allerdings gibt es an dem Tag auch ein Jubiläum zu feiern. Der Heimatkreis Isselburg begeht seinen 25. Geburtstag. Und dies wird in einem entsprechenden Rahmen im Zelt am Ständebaum gefeiert.

Gerd Sandtel, Paul Biermann, Clemens Stockhorst (hinten v.l.), Ursel Tebeck und Klemens Hakvoort haben viel Arbeit in die Chronik investiert. (Foto: Frithjof Nowakewitz)
Gerd Sandtel, Paul Biermann, Clemens Stockhorst (hinten v.l.), Ursel Tebeck und Klemens Hakvoort haben viel Arbeit in die Chronik investiert. (Foto: Frithjof Nowakewitz)

In einem Pressegespräch stellten heute die Vorstandsmitglieder Paul Biermann, Clemens Stockhorst, Klemens Hakvoort und Ursel Tebeck, sowie das Ehrenmitglied Gerd Sandtel den Ablauf des Festprogramms vor. Dabei durfte selbstverständlich ein Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre nicht fehlen. Und wer sonst, als die Gründungsmitglieder Paul Biermann und Klemens Hakvoort wären dafür geeigneter.

Das Gründungsdatum ist der 26. Februar 1990. Damals war der Verein noch eine „Unterabteilung des Isselburger Schützenvereins. Gut 10 Jahre später, genau am 31. Oktober 2000 erfolgte dann der Übergang in einen eigenständigen Verein.

Vieles trägt die Handschrift des Heimatkreises

Seit dem 8. November 2008 steht der Gießer an der Minervastraße (Archivfoto: Frithjof Nowakewitz)
Seit dem 8. November 2008 steht der Gießer an der Minervastraße (Archivfoto: Frithjof Nowakewitz)

Seit dieser Zeit hat der Heimatkreis mit seinen vielen Helfern einiges auf die Beine gestellt. Schon seit 1994 blickt die Waschfrau auf die Issel und den Stadtturm. Dessen Restaurierung wurde 2005 abgeschlossen. Heute beheimatet der Turm mit Aufzeichnungen, Gegenständen und Bildern ein Stück Isselburger Geschichte. Weitere wichtige Bausteine des Heimatkreises waren die Anschaffung des „Gießers“ an der Minervastraße und des eisernen Anglers an der Issel. Auch die Ausschilderung der historischen Punkte in Isselburg war ein größeres Projekt.

Bei all den gemeisterten Projekten gibt es natürlich auch Sorgen. Zum einen verwaltet Fritz Stege ein riesiges Archiv der Isselburger Stadtgeschichte, dass er gern dem Heimatkreis übergeben würde. Voraussetzung dafür ist, dass der Verein entsprechende Räumlichkeiten dafür hat. Die fehlen bislang. Und auch das Problem des fehlenden Nachwuchses steht im Raum. Die Vorstandsmitglieder sind nun, so der Vorsitzenden Paul Biermann, jenseits der 60 und auch 70. Ohne jüngere Menschen, die sich im Heimatkreis einbringen wollen, wird es schwer, den Fortbestand des Heimatkreises und damit auch die Bewahrung von eben diesen Unterlagen aufrechtzuerhalten. Damit würde ein Großteil der dokumentierten Stadtgeschichte unwiederbringlich verloren gehen. Paul Biermann könnte sich vorstellen, dass sich jüngere Familien im Verein engagieren und so mit dafür sorgen könnten, dass der Verein vielleicht auch sein 50-jähriges Jubiläum feiern könnte.

Anlässlich des jetzigen Jubiläums hat der Heimatkreis eine Chronik erstellt, die die vergangenen 25 Jahre als Zeitreise darstellt. Darin aufgeführt sind die großen und auch viele kleine Begebenheiten, sowie die daran beteiligten Menschen. Ab dem 30. April ist diese Chronik erhältlich.

Der Festakt beginnt am 30. April um 18 Uhr mit einem Musikstück von Ricarda Häusler (Querflöte), Katharian Zey (Fagott) und Tim Hakvoort (Klarinette). Damit haben dann die Besucher auch die Möglichkeit, dieses bei dem Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ erfolgreiche Trio live zu hören. Als Gäste werden Bürgermeister Rudi Geukes und Landrat Dr. Kai Zwicker erwartet. Die Laudatio wird vom Kreisheimatpfleger Georg Ketteler gehalten. Ab 19 Uhr geht es dann mit der Maikranzerrichtung, diversen Musikbeiträgen und vor allem mit Bier und Bratwurst gemütlich weiter.



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