50 Anmeldungen zum Korbflechten

Korbflechten ist wohl eine Tätigkeit, die sich scheinbar wachsender Beliebtheit erfreut. Jedenfalls kann man diesen Eindruck gewinnen, legt man die Anmeldungen zu Grunde, die beim Anholter Heimatverein bis kurz vor Weihnachten eingegangen sind.

Annemarie van Hal beherrschte das alte Handwerk. (Foto: Frithjof Nowakewitz)
Annemarie van Hal beherrschte das alte Handwerk. (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Eigentlich sollte der “Korbflechtertag” des Anholter Heimatvereins bereits im vergangenen Jahr stattfinden. Einige Tage vor dem Termin brach sich jedoch Franz Brömmling den Finger, so dass die Veranstaltung abgesagt werden musste. Schon da hatten sich etwa zwanzig Interessenten angemeldet. Für die heutige Veranstaltung in der Anholter Mehrzweckhalle hat man zunächst die Bewerber des vergangenen Jahres angeschrieben und eingeladen. Dr. Gerhard Krause, Schriftführer des Heimatvereins, hatte den Termin dann noch zusätzlich in der Presse bekannt gegeben. So trudelten dann bis vor Weihnachten dreißig zusätzliche Anmeldungen aus dem Raum zwischen Düsseldorf und Emmerich ein. “Das hätten wir garnicht bewältigen können”, erklärte Franz Brömmeling. So musste den weiteren Interessenten leider abgesagt werden.

Franz Brömmling ging Jola Prior (links) und ihrer Tochter Iris helfend zu Hand (Foto: Frithjof Nowakewitz)
Franz Brömmling ging Jola Prior (links) und ihrer Tochter Iris helfend zu Hand (Foto: Frithjof Nowakewitz)

Zu denen, die heute dabei waren, zählten auch Jola Prior und ihre Tochter Iris aus Diersfordt. Bemerkenswert war überhaupt, dass sich die insgesamt neunzehn Teilnehmer auf neun Frauen und zehn Männer verteilte.

Franz Brömmling hatte mit einigen Helfern vor Weihnachten für den heutigen Tag bereits Weidenzweige geschnitten. Dabei, so machte Brömmling deutlich, werden nicht, wie landläufig gedacht wird, die Zweige von Kopfweiden genommen. “Die sind aufgrund ihrer Struktur nicht so gut geeignet”, erklärte er. Um Körbe zu flechten benötigt man die Zweige der Korbweide. Die sind länger und haben nicht soviele Verästelungen wie die Kopfweide. In mehreren Reihen saßen die Teilnehmer auf Bänken und flechteten ihren Korb. Da, wo es mal hakte, half Franz Brömmling weiter.

Natürlich hatte der Heimatverein auch für das leibliche Wohl in Form von heißem Kaffee und leckeren Brötchen gesorgt. Franz Brömmling betonte im Übrigen, dass es, sofern er gesund bleibt, auch im kommenden Jahr wieder einen Korbflechtertag geben wird.

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