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Joachim Ostendorf (Mitte) im Gespräch mit Iris Tiebing (rechts) und Veronika Zimmermann (2.v.r.)

Auf den ersten Blick ist FaBeLand eine Kindertagesstätte, wie jede andere auch. Allerdings unterscheidet sich das Anwesen auf dem Gelände der VKF-Renzel in wesentlichen Punkten von allen anderen Kita´s. Diese Unterschiede kamen heute, im Rahmen der kleinen Feierstunde zur Erweiterung der Kita zur Sprache.

Vertreter der Trägerschaft AWO-Münsterland-Recklinghausen, Norbert Wiemer vom Kreisjugendamt, die Leiterinnen der übrigen AWO-Kita´s aus Isselburg, Klaus Dieter Spaan von der Stadt Isselburg und natürlich Heinz Renzel, sowie die beiden Geschäftsführer Ansgar Hügging und Joachim Ostendorf waren heute dabei, als in einer kleinen Feierstunde die Erweiterung der FaBeLand-Kita auf dem Gelände der VKF-Renzel offiziell ihren Abschluss fand.

Eltern sollen Familie und Beruf unter einen Hut bekommen können

IMG_5107_fabeland_erweiterung_bericht_kleinFaBeLand-Chefin Bernadette Jormann begrüßte die Gäste und dankte all denen, die an der Erweiterung mitgearbeitet haben. Ansgar Hügging erläuterte dann den Werdegang von der ersten Idee bis zum heutigen Tag. Die Idee stammt von Heinz Renzel, der mit einer Kindertagesstätte auf dem Betriebsgelände jungen Müttern die Möglichkeit geben wollte, relativ früh an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können, ohne dabei die Betreuung ihres Kindes in Frage zu stellen. Damals, vor mehr als 25 Jahre befand sich das Domizil der Firma Renzel nicht am jetzigen Standort, sondern in Spork auf verschiedenen ausgedienten Bauernhöfen. Dort brachten die bei Renzel beschäftigten Frauen ihre Kinder einfach mit zur Arbeit. Die Kleinen konnten ungestört und vor allem ungefährdet spielen, waren dabei aber immer in der Nähe der Mutter.

Heinz Renzel zu Ansgar Hügging: "Mach mal"

Diese Art der Kinderbetreuung ließ Heinz Renzel nie los, so dass er irgendwann seine Idee mit Ansgar Hügging besprach. Nach dem die Idee in eine konkrete Planung überging, übertrug Heinz Renzel das Vorhaben an Hügging. Die Anweisung war kurz und knapp. "Mach mal".

Seit dem 1. März 2008 ist die Kita nun das zweite Zuhause zahlreicher Kinder. Neben einem Gruppenraum, einen Bewegungsraum, einen Kreativraum, zwei Wickelräumen, zwei Ruheräumen und einer Kinderbibliothek gibt es auch einen großen Naturgarten. Ein Elterncafe bietet Mütter und Väter die Möglichkeit, sich auszutauschen. Eine Besonderheit gibt es in FaBeLand. Die Kinder hören dort auch schon niederländische Töne, denn es gibt auch eine Mitarbeiterin aus unserem Nachbarland.

FaBeLand für alle

Nun, nach der Erweiterung sind 100 m², aufgeteilt in zwei Räume und einem neuen Sanitärbereich dazu gekommen. Die Bauleitung lag in den Händen von Joachim Ostendorf. Derzeit werden 11 Kinder in der Gruppe bis 2 Jahre und 13 Kinder in der Gruppe 2 bis 6 Jahre betreut. Jetzt ist noch Platz für 6 weitere Kinder. Auch wenn man landläufig meint, es handelt sich ausschließlich um einen Betriebskinderkarten, so können im FaBeLand auch Kinder von Nicht-Renzel-Mitarbeitern angemeldet werden.

FaBeLand ist einzigartig

"Das ein einzelnes Unternehmen diesen Weg gegangen ist, ist schon ungewöhnlich und bisher einzigartig", erklärte Norbert Wiemer vom Kreisjugendamt. Ansgar Hügging, dessen Tochter ebenfalls im FaBeLand betreut wird, hat den Nutzen der Kita in zweierlei Hinsicht selbst erlebt. Zum Einen ist es tatsächlich so, dass junge Mütter früher an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Dies ist für ihn als einer der Geschäftsführer aus beruflicher Hinsicht schon erfreulich. Aber auch privat kann er gut damit leben, dass seine Tochter in unmittelbarer Nähe seines Arbeitsplatzes betreut wird.

Besichtigt wurde die Kita natürlich auch. Die dort anwesenden Kinder ließen sich von den vielen Leuten allerdings in keinster Weise beeindrucken. Sie spielten in aller Ruhe weiter. Nach der Besichtigung fanden die Besucher bei Kaffee und Brötchen noch Gelegenheit, sich über die gelungene Erweiterung des FaBeLand zu unterhalten.

Fotos: Frithjof Nowakewitz



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