Regierungspräsident verleiht Verdienstkreuz an Hans Glader

Von links: Bürgermeister Rudi Geukes, Hans Glader, Regierungspräsident Professor Dr. Reinhard Klenke, Landrat Kai Zwicker (Foto: Privat)

Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke hat heute, stellvertretend für Bundespräsident Joachim Gauck, das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland an den 61-jährigen Österreicher Hans Glader, der in Isselburg lebt, verliehen.

Glader hat durch sein jahrzehntelanges ehrenamtliches und berufliches Engagement im Bereich des Naturschutzes auszeichnungswürdige Verdienste erworben.  Von 1990 bis 1999 war Glader hauptberuflich für den Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen tätig. Dort war er unter anderem Ansprechpartner für das Management des Naturschutzgebietes Dingdener Heide. Seit 1999 arbeitet er in der Biologischen Station im Kreis Wesel und betreut von dort aus das Naturschutzgebiet.

Dem NABU, seinerzeit noch „Deutscher Bund für Vogelschutz" (DBV), gehört er seit 1976 als Mitglied an. Bereits am 11.11.1976 gründete Glader den Naturschutzverein Bocholt Borken e.V., eine Untergruppe des NABU NRW. Er leitete den Verein 17 Jahre lang als erster Vorsitzender.

Beim Kreisverband Borken e.V. ist Glader seit 1990 stellvertretender Vorsitzender. Sein Hauptanliegen war von Beginn an der Erhalt und Schutz heimischer Biotope und Arten. 1988 wurde Glader als Beisitzer in den Landesvorstand des NABU NRW gewählt. Dieses Amt legte er 1990 aufgrund seiner hauptamtlichen Tätigkeit für den NABU NRW nieder.

Zu seinen wichtigsten Projekten im Bereich des Naturschutzes gehört die Errichtung und die Entwicklung des Naturschutzgebietes Dingdener Heide. Glader gilt in den Kreisen Borken und Wesel nicht nur als Initiator, sondern auch als Motor des Projektes „Dingdener Heide - Geschichte einer Kulturlandschaft", welches ein Gemeinschaftsprojekt der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat und Kulturpflege, des NABU NRW und des Landes Nordrhein-Westfalen ist. Das Projekt macht über die Einteilung in Zeitzonen Kulturlandschaft und ihre Entwicklung seit dem Spätmittelalter erlebbar.

Derzeit stellt sich die Dingdener Heide infolge großer Aktivitäten und breiter Öffentlichkeitsarbeit als ein für NRW einzigartiges erlebbares Beispiel der Geschichte einer Kulturlandschaft dar. Viele Menschen aus dem In- und Ausland und die Bevölkerung schätzen und nutzen die Erholungsfunktion der Region und stärken darüber die lokale Wirtschaft.

Glader engagiert sich weit über die beruflichen Erfordernisse hinaus auch weiterhin nach Feierabend und an den Wochenenden ehrenamtlich für dieses Projekt. Er organisiert Exkursionen und hält Lichtbildvorträge.

Außerdem unterstützt er die Belange des Naturschutzes seit Jahrzehnten durch professionelle Landschaftsfotos, die er kostenlos für Veröffentlichungen zur Verfügung stellt.  Hans Glader war über mehrere Wahlperioden bis 1995 Mitglied bzw. stellvertretendes Mitglied im Beirat der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Borken.

Von 1994 bis 2010 war er als Vertreter der Naturschutzverbände im Kreis Borken ehrenamtliches Mitglied im Fachbeirat der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken, bis er 2010 auf eigenen Wunsch aus diesem Gremium ausschied.



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