Kornernte wie zu Opas-Zeiten

Die heutigen Erntefahrzeuge, vor allem im Rüben, Kartoffel- und Getreidebereich sind wahre Monstermaschinen. Das war früher ganz anders. Da war noch Handarbeit angesagt. Ein Quantensprung für die damalige Zeit war die Erfindung eines sogenannten Binders.

Ein Binder hat nun nichts mit einer Krawatte zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine Maschine, die das Getreide mähte und gleichzeitig die gemähten Halme zu einem Bund zusammenband. Früher wurde so ein Binder von Pferden gezogen. Später, so in den 60er Jahren übenahmen dann Traktoren diese Aufgabe. Aber wer weiß dass heute noch. Einer der Wenigen, der alle Epochen des Binders kennt, ist Heinz Bannemann aus Hamminkeln. Der 74-Jährige Pensionär hat die Kornernte noch zu der Zeit des Überganges von der Handarbeit mit der Sichel zum Binder und später auch zum Mähdrescher mitgemacht. Mit seinem Trecker aus dem Jahr 1961 und dem Binder, Baujahr 1955, mähte er heute auf einem Kornfeld an der Issel, direkt an der holländischen Grenze mehrere Bahnen Getreide. Die so entstandenen Kornbunde werden beispielsweise für Erntedankfeste oder andere bäuerliche Veranstaltungen gebraucht, bei denen die Nostalgie noch eine Rolle spielt. Mit seinen Vorführungen will er das Bewusstsein bei der jüngeren Generation für die gute alte Erntezeit hoch halten.

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