Ulrich Gühnen bleibt Stadtverbandsvorsitender

Die 34 Wahlberechtigten waren sich bei der gestrigen Versammlung des CDU-Stadtverbandes Isselburg ziemlich einig. Mit 33 Ja-Stimmen und einer Enthaltung bestätigten sie Ulrich Gühnen im Amt des Vorsitzenden.

Hendrik Wüst (links) und Ulrich Gühnen gaben sich kämpferisch gegen die politischen Gegner

Und der neue (alte) Chef des CDU-Stadtverbandes gab sich gleich kampflustig und  lies keine Zweifel daran, dass die CDU besser für Isselburg wäre. Dies machte er gleich an einigen Punkten fest. Beispielsweise sind Gühnen die Planungen zum Ausbau der Kläranlage ebenso ein Dorn im Auge, wie die Diskussionen um die Schulstandorte. Kein gutes Haar ließ er an der Verwaltung und an den Bürgermeister. Für beide scheine der Rat nur ein lästiges Übel zu sein. Er appellierte an die Ratsmitglieder, das umzusetzen, was man vor den letzten Kommunalwahlen angekündigt hat: "Die Interessen der Bürger stehen über denen der Verwaltung".

Gühnen bestätigte aber auch, dass das Verhältnis zu den anderen Fraktionen wieder besser geworden sei. "Die Grünen und die FDP waren schon immer gesprächsbereit. Und neuerdings spricht auch die SPD wieder mit uns", erklärte der Stadtverbandsvorsitzende und bestätigte, das die interfraktionellen Gespräche erstaunliche Ergebnisse gebracht haben.

Fast ist es schon Tradition, dass zur Versammlung des Stadtverbandes der Landtagsabgeordnete Hendrik Wüst zu Besuch kommt. Das war auch diesmal so. Er berichtete über die Haushaltssituation und den damit verbundenen Gang vor das Verwaltungsgericht. Der rot-grünen Landesregierung warf er schlechten Stil vor. "Überall auf der Welt wird nach der Finanzkrise gespart, nur das kleine Land Nordrhein-Westfalen betreibt eine Schuldenpolitik", erklärte Wüst und betonte dabei, vor Neuwahlen nicht bange zu sein. Auch das Thema Energiepolitik kam zur Sprache. Natürlich drehte sich alles um die Kernenergie und mögliche Alternativen. "Keine Energieform ist ohne Nachteile", erklärte der Landespolitiker. Er machte klar, dass bei einem kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie die Energieversorgung "deutlich schneller deutlich teuerer" wird. In der Diskussion verlangten einige Mitglieder, dass die Partei ihr Profil klar abgrenzen muss und glaubhaft sein muss.

Der neue Vorstand des CDU-Stadtverbandes aus
Ulrich Gühnen ist Vorsitzender und in Personalunion auch Verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Seine Stellvertreter sind Gerd Tenbrock und Frank Häusler. Dr. Gerhard Krause ist der neue Schriftführer, Olaf Roßmüller sein Stellvertreter. Die restlichen Vorstandsmitglieder sind die Beisitzer Bernhard Bonnes, Yvonne Fahrland, Norbert Essing, Veronika Giesing, Kurt Istemaas, Heinz Bernd Tekaat, Ralph Tiemann, Bernd Tiemeßen und Dr. Heinrich Stoverink.


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