Ist LTE der ersehnte Heilsbringer für das ländliche Gebiet?

Fast jeder weiß, was DSL ist. Aber was ist LTE? Hierbei handelt es sich um eine Mobilfunktechnik, die enorme Leistungsfähigkeit und zahlreiche Vorteile gegenüber dem herkömmlichen DSL bietet. 100 MBit/s Downloadrate und mehr sind dank LTE in naher Zukunft realisierbar. LTE (Long Term Evolution) wird auch als „das mobile VDSL“ bezeichnet. Letzteres ist eine Nachfolgetechnologie des beliebten „DSL“ und bietet ebenfalls Datenübertragungsraten von 50-100 MBit/s.

Nun ist DSL in fast jedem Haushalt vertreten. Wer einen Computer mit Internetanschluss hat, servt in der Regel via DSL. Während in den Ballungsgebieten Geschwindigkeiten bis 60 MBits/s fast normal sind, herrscht auf dem Lande in vielen Bereichen eher ein Schneckentempo.  Diese Bereiche werden als “weiße Flecken” bezeichnet. Solche weiße Flecken gibt es in Teilen von Anholt, vornehmlich in der Gärtnersiedlung, der Gendringer Straße, aber auch in Vehlingen und natürlich auf den vielen Bauernhöfen. Spricht man die einzelnen Anbieter auf diesen Missstand an, heißt es nur, dass die Investitionen zu teuer sind und sich wirtschaftlich nicht lohnen.

Mit LTE könnte nun alles anders werden. Und das auch noch in einem relativ kurzen Zeitraum. Das es geht, zeigt sich in  Raesfeld, das als erste Kommune im Kreis Borken über die LTE-Technik verfügt. Die Empfangsgeräte für LTE werden wahrscheinlich ab dem Frühjahr des kommenden Jahres auf dem Markt sein.

Das Thema “schnelle Breitbandverbindung” war auch in der gestrigen Sitzung des Bau- und Umweltausschuss ein Thema. Bauamtsleiter Klaus Dieter Spaan forderte alle Bürger, die über keine, oder nur eine sehr langsame Breitbandverbindung verfügen, sich bei der Stadt zu melden. Wie Spaan berichtete, steht die Verwaltung mit dem Kreis Borken bezüglich dieser “weißen Flecken” in Verbindung. Je mehr Bewohner sich melden, um so größer ist die Chance, dass alle Isselburger demnächst auch über eine schnelle Internetverbindung verfügen.

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