„Ich sehe was, was Du nicht sagst”

Häusliche Gewalt ist ein Tabuthema, über das die Opfer und erst Recht die Täter ungern sprechen. Für den Schutz von Frauen und Kindern, die Ächtung häuslicher Gewalt und eine bessere Prävention engagiert sich im Kreis Borken der Runde Tisch „GewAlternativen”. Rund 50 Fachleute unter anderem aus den Bereichen Polizei, Justiz, Jugendhilfe, Gleichstellung, Beratung und Bildung arbeiten hier zusammen. Die Geschäftsführerin des Runden Tisches ist die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Irmgard Paßerschroer. Zu ihrem jährlichen Fachforum trafen sich die Mitglieder des Runden Tisches jetzt im Kreishaus in Borken.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgruppen erläuterten, wo sie in den kommenden Monaten ihre Schwerpunkte setzen wollen. So setzt die Arbeitsgruppe „Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche” ihre erfolgreiche Fortbildungsreihe unter dem Titel „Ich sehe was, was Du nicht sagst” fort. Sie soll vor allem Pädagoginnen und Pädagogen sensibilisieren. Die AG Prävention holt im Oktober die Ausstellung „Rosenstraße 76″ nach Bocholt, die das Thema häusliche Gewalt eindringlich vor Augen führt, und die AG „Unterstützungsangebote für Frauen” arbeitet an einem Wandkalender für das Jahr 2012.

Die nächste Veranstaltung des Runden Tisches „GewAlternativen” findet bereits am 7. Juli im Kreishaus statt. Dann präsentiert er gemeinsam mit dem Fachbereich Jugend und Familie des Kreises das Theaterstück „Ich werde es sagen”, das zur stärkeren Auseinandersetzung mit dem Thema „Sexueller Missbrauch” anregen soll. Weitere Informationen zur Arbeit des Runden Tisches „GewAlternativen” gibt es im Internet unter www.gewalternativen.de.

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