Tanz auf der Straße beim Almabtrieb

Der zweite Samstag im Oktober wird in Herzebocholt quasi als Feiertag begangen. Dann ist nämlich Almabtrieb. Und der ist mittlerweile Anziehungspunkt nicht nur für die einheimischen Traktorfahrer. Auch immer mehr auswärtige Liebhaber der historischen Traktoren beteiligen sich an der Veranstaltung, die in diesem Jahr zum 16. Mal stattfand.

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So bevölkerten dann in diesem Jahr auch Teilnehmer aus Barlo, Mehrhoog, Hamminkel, Vehlingen, Kalkar und natürlich aus dem Großraum Isselburg mit ihren teils jahrzehnte alten Traktoren die Wiese vor der Bürgerhalle. Beim Start wurde es teilweise nicht nur laut, sondern es hing auch der Geruch von verbranntem Diesel über dem Gelände. Ein besonderes Gefährt hatte Norbert Diebels aus Kalkar dabei. Vorne Traktor, hinten Motorrad. Das Dreirad wurde 1935 bei der Firma Draisine Hamburg gefertigt. Und Diebels, der übrigens nichts mit dem gleichnamigen Altbierhersteller zu tun hat, betont, dass das Gefährt bis auf den Motor noch im Originalzustand ist.

Am Nachmittag machte sich der knatternde Lindwurm auf den Weg nach Suderwick. Dort gab es einen ca. halbstündigen “Boxenstop”. Und alles mit der musikalischen Begleitung der niederländischen Spaßband Azum´s Aosum, die, so Andreas Gehlmann, wohl schon seit zwölf Jahre dabei ist. Die sorgte später vor dem Heimathaus in Werth auch so für Stimmung, dass viele Leute auf der Straße tanzten. Dort schienen sich fast alle Bewohner aus Werth versammelt zu haben.

Abends startete dann im Bürgerhaus die zum Almabtrieb gehörende Party. Die Band Kørmit sorgte mit ihrer Musik für ausgelassene Stimmung. Auf der Tanzfläche tummelten sich Jung und Alt, viele davon auch in volkstümlicher Kleidung. Durchaus angesagt waren Dirndl für die Frauen und die Lederhose für die Männer.

Hier gibt es die Bilder dazu

Fotos: Frithjof Nowakewitz

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