Fußpilger mussten über die Reeser Brücke

Am vergangenen Samstag starteten die Isselburger Pilger zu Fuß, mit dem Fahrrad, oder auch mit dem Bus nach Kevelaer. Schon gegen 3:30 Uhr trafen sich die Ersten an der St. Bartholomäus-Kirche. Nach einer kurzen Andacht machten sich die Fußpilger auf den 40 Kilometer langen Weg.

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Ein Teil des Weges führt normalerweise mit der Fähre in Rees auf die andere Rheinseite. Doch diesmal hatten die Pilger mit einem ganz weltlichen Problem zu kämpfen. Der Rhein hatte sich in dichten Nebel gehüllt, so dass die Überfahrt mit der Fähre nicht möglich war. Zu Fuß musste der Fluss über die Rheinbrücke überquert werden. In der Pilgerchronik ist zu lesen, dass erst einmal die Überfahrt mit der Fähre nicht stattfinden konnte. Allerdings gab es damals die Brücke nicht und die Pilger mussten vier Stunden warten, bis sich der Nebel verzogen hatte. Vorbei an der Fatima-Kapelle in Appeldorn ging es nach Marienbaum, wo es bei einer kurzen Andacht in der Wallfahrtskirche Zeit zum Durchschnaufen und Innehalten gab.

Bevor es zur Frühstückspause ging und man sich bei Kaffee und Brötchen stärken konnte, wurden die ersten Blasen versorgt und die schmerzenden Muskeln eingecremt. Nach ca. einer Stunde machten sich die Pilger wieder auf den Weg. Zeitgleich starteten auch die Radpilger in Isselburg. Die konnten sich übrigens den Umweg über die Reeser Brücke sparen. Der Nebel hatte sich verzogen, so dass sie die Überfahrt mit der Fähre bei bestem Sonnenschein genießen konnten.

Bei zwei weiteren Pausen in Uedemerbruch und Winnekendonk wurden neue Kräfte mobilisiert. Während sich die Fußpilger bei Kuchen und Kaffee stärkten, stand für die Radpilger, begleitet von Pastor Klaus Winkel, in Uedem eine Kaffeepause und ebenfalls eine kurze Andachtsstation in der Kirche an. Zwischenzeitlich hatten sich auch die Buspilger auf den Weg gemacht. Nach der Ankunft aller Pilger zogen diese gemeinsam betend in die Gnadenkapelle ein.

Um 17 Uhr fand die Pilgermesse in der Beichtkapelle statt. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Werther Kirchenchor unter der Leitung von Manfred Klafki mitgestaltet .

Am Ende des Gottesdienstes wurden sieben Fußpilger für jahrelange Teilnahme an der Wallfahrt ausgezeichnet. Ludger Heßling nahm bereits zum zwanzigsten Mal teil, während Ewald Bücker sechzehn Mal dabei war. Michael Hakvoort hat es auf fünfzehn Teilnahmen gebracht. Gerdrud Istemaas, Andrea Specking, Heidi Kohl und Michael Löhrmann haben zehnmal teilgenommen.

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Um 20 Uhr ging es dann per Bus für die Bus- und Radpilgern zurück nach Isselburg. Die Fahrräder wurden bereits am Nachmittag wieder zurücktransportiert.

Am Sonntag machten sich 72 Fußpilger wieder auf den Rückweg. Nach diversen Pausen trafe alle erschöpft, aber zufrieden in Isselburg ein. Mit Pastor Winkel und Kaplan Josephat zogen alle in einer Lichterprozession mit den Bannerabordnungen der Vereine über die Minervastrasse in die Bartholomäus Kirche ein. Nach dem feierlichen Schlusssegen dankte Pastor Winkel allen ,die an der Wallfahrt teilgenommen und zum Gelingen beigetragen hatten. Ein besonderer Dank ging an das Leitungsteam Angela Zimmermann, Ludger Heßling und Michael Hackfort. Neu waren in diesem Jahr Andrea Wesendonk und Gerlind Zallmanzig  dabei. Wie Gerlin Zallmanzig mitteilte, gab es keine Zwischenfälle. Einzig einige Fußpilger hatten mit Kreislaufschwierigkeiten und Blasen zu kämpfen. “Schlapp gemacht hat keiner”. Erwähnenswert ist noch, dass die jüngste Pilgerin Greta Daniels mit gerademal fünf Jahre war. Dem gegenüber stand Elvi Schweckhorst mit ihren 77 Jahren als älteste Teilnehmerin.

Fotos: Privat

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