Schulpflegschaft reagiert mit offenem Brief an Politik und Verwaltung

Die Schulpflegschaft der Isselschule reagiert mit einem offenen Brief auf die Ablehnung der CDU und FDP, erneut über über die Erweiterung der Betreuungsplätze an der Isselschule und der Grundschule in Anholt zu diskutieren. Wie berichtet, hatte die SPD diesen Punkt auf die Tagesordnung der letzten Ratssitzung setzen lassen. Gleich zu Beginn hatte die CDU gefordert, diesen Punkt von der Tagesordnung abzusetzen. Mit den Stimmen der FDP gelang dieses auch. Dies hat nicht nur die SPD mit einer schriftlichen Stellungnahme durch ihren Fraktionsvorsitzenden Theo Beine auf den Plan gerufen. Auch die Schulpflegschaft will zum Einen die Absetzung des Punktes nicht einfach so hinnehmen und weist zum Anderen auch die Behauptung der CDU zurück, Zitat: “Den Verfassern beider Schreiben kann man leider nur attestieren, sich nicht mit den vorliegenden Fakten beschäftigt zu haben. Zudem ist ein solidarisches Verhalten der Schulstandorte untereinander leider nicht zu erkennen”

Hier nun der Inhalt des offenen Briefes im Original:

Bürgermeister

Rudolf Geukes

Minervarstr. 12

46419 Isselburg

Isselburg, 08.07.2016

 

Stellungnahme

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Geukes,

sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverwaltung,

sehr geehrte Damen und Herren des Ausschusses der JSSKS,

bezugnehmend auf den Artikel der CDU und FDP ” Betreuungsangebot jetzt nicht erneut beraten”, mussten wir bedauerlicherweise feststellen, dass die Fraktionen von CDU und FDP nicht in der Lage sind, Elternbriefe korrekt und differenziert wiederzugeben. Vielmehr werden textliche Inhalte zweier Antragssteller (Isselschule und kath. Grundschule Anholt) durcheinander gebracht und unwahrheitsgemäß wiedergeben.

Dem Verfasser dieses Artikels kann man leider nur attestieren, sich nicht mit den vorliegenden Fakten beschäftigt zu haben. Das ist bedauerlich und stimmt uns als Elternvertreter sehr traurig!

Wir, die Elternvertreter der Schulkonferenz Isselschule, distanzieren uns ganz klar von der

Aussage:” das die VHTS in Werth einmal doch um sieben Plätze erweitert wird, widerspricht nicht nur dem Ansatz eines gemeinsamen Standards, sondern benachteiligt in unseren Augen damit ganz klar die anderen Standorte bzw. Stadtteile.”

Diese Aussage wurde von uns nie getätigt. Weder schriftlich noch mündlich.

Am 31.05.2016 wurde von uns ein Eilantrag für die benötigten OGS-Plätze für den Standort Isselburg für das kommende Schuljahr 2016/2017 gestellt.

In Anbetracht der Tatsache, dass das neue OGS-Gebäude in Isselburg fertiggestellt und der benötigte Betreuungsbedarf gestiegen ist, können wir die Ratsentscheidung vom 20.04.2016 nicht nachvollziehen. Auch können wir nicht verstehen, dass der erneute Antrag der SPD in der Ratssitzung vom 06.07.2016 ohne Anhörung abgewiesen wurde.

Zur Erinnerung:

In dem neuen OSG Gebäude können und dürfen 60 Kinder verlässlich betreut werden, zur Zeit sind 50 Betreuungsplätze bewilligt, benötigt werden aber für das Schuljahr 2016/2017 aktuell 54 Plätze. Tendenz steigend!

Hierbei ist auch die steigende Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund zu berücksichtigen, die ebenfalls die Betreuungsmöglichkeiten nutzen.

Teilt die Stadt oder teilen die Fraktionen den Eltern mit, dass es keinen Betreuungsplatz für das schulpflichtige Kind gibt? Wir denken nein!

Am 01.06.2016 wurde dann in der Ratssitzung die Erweiterung der VHTS in Werth von 24 Kindern auf die notwendigen 31 Kindern genehmigt. Wir freuen uns über die Erweiterung in Werth.

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass unser Schreiben vom 31.05.2016 vor der Ratssitzung am 01.06.2016 persönlich bei der Stadt abgegeben und dieses erst am 15.06.2016 an die Fraktionen weitergeleitet wurde. Somit ist unser Eilantrag nicht für die Ratsentscheidung vom 01.06.2016 maßgeblich.

Wir, die Isselschule, sind eine Schule mit zwei Standorten, einem Kollegium, einer Schulkonferenz und einer Schulpflegschaft.

Wir setzen uns für die Isselschule mit den Standorten Isselburg und Werth ein und arbeiten nicht, wie der Verfasser des Artikels behauptet, gegen Anholt.

Mit freundlichen Grüßen

 

Maren Feldhaus                                                         Daniela Brambrink

Schulpflegschaftsvorsitzende                                    stell. Schulpflegschaftsvorsitzende

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