Bei der HSG wächst was heran

Das Ende einer Epoche ist auch immer der Beginn einer neuen Zeitrechnung. So ähnlich ist die Situation bei den HSG-Handballern. Nach dem Frank Brands im Dezember fast von jetzt auf gleich seinen Rücktritt als Trainer der Vereinigten angekündigt und vollzogen hat, musste ganz schnell eine neue Lösung her. Die hat man mit Rolf Paschmann sehr schnell gefunden.

Der Neue ist aber eigentlich nicht neu, er war nur mal kurzzeitig weg. Rolf Paschmann trainierte die Vereinigten schon bis 2010, bevor er aus beruflichen und privaten Gründen eine Auszeit nehmen wollte. Männerwart Harald Theyssen nahm Kontakt mit Paschmann auf, für den die Anfrage überraschend kam. Theyssen konnte aber den "Ruheständler" mit einem stichhaltigen Argument überzeugen. Die Mannschaft hatte sich einstimmig für Paschmann als neuen Trainer ausgesprochen. "Da brauchte ich nicht lange überlegen, um zur HSG zurück zu kommen", erklärte Paschmann.

Mit Paschmann kam der Spaß zurück

Mit Rolf Paschmann kam der Spaß zurück

Nun ist "Paschi" seit rund vier Wochen wieder zurück auf der Handballbühne. Und schaut man jetzt bei den Spielen und vor allem beim Training zu, dann glaubt man, eine komplett andere Mannschaft zu sehen. Stimmung, Einsatz und Begeisterung haben sich im Verhältnis zum Ende des vergangenen Jahres wesentlich verbessert. Auch wenn ein Trainer nicht immer den Kuschelkurs fahren sollte, so muss innerhalb einer Mannschaft neben der Disziplin auch eine gewisse Harmonie herrschen. Die war den Spielern in den letzten Monaten scheinbar völlig abhanden gekommen. Mit Paschmann ist der Spaß zurückgekehrt. Die jungen Wilden aus der A-Jugend müssen teilweise in ihrem Trainingseifer gebremst werden. Und das gestern beim Training sogar der Torhüter der B-Jugend mitmachte, zeugt davon, dass der Trainer einen guten Draht zum jugendlichen Nachwuchs hat.

Diese Aufbruchstimmung hat sogar die beiden "Dinos" Frank Nehling (unten links) und Jörg Böwing dazu bewogen, noch ein Jahr dranzuhängen. Da tut es natürlich weh, wenn ein so herausragender Spieler wie Klaus Buil den Verein in Richtung Wesel verlässt. Trotzdem ist es so, dass Jugendlicher Elan, gepaart mit einer großen Portion Erfahrung, Hoffnung auf die Zukunft macht. Dabei sieht Paschmann die Zukunft durchaus realistisch. "Einen Aufstieg in die Landesliga kann man jetzt und auch noch nicht in ein oder zwei Jahren erwarten. Dazu muss die Mannschaft wachsen und vor allem beständiger in ihrer Spielweise werden". In dieser Saison ist der TV Borken das Maß aller Dinge. Alle anderen Mannschaften sind, so Paschmann, durchaus schlagbar.

Heute steht die schwere Hürde beim Tabellendritten in Dinslaken an. Die Drittvertretung des MTV  ist zu Hause eine Macht. Aber wenn die Vereinigten die starke Leistung vom vergangenen Spieltag, als die Moerser Adler mit 33:25 geschlagen wurde, mitnehmen können, dann ist auch in Dinslaken  ein Sieg möglich.



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