Ob in Berlin bei der Bundespolitik, in Großkonzernen, in mittelständischen Firmen, oder im Ein-Mann-Unternehmen. Die Digitalisierung ist das Stichwort und war beim heutigen Unternehmerfrühstück im Augustahospital auch das vorherrschende Thema. Zum vierten Mal fand diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Isselburg und dem Unternehmensverband AIW statt.

"Frühschicht mit dem Bürgermeister" stand auf der Einladung. Demzufolge war es auch Michael Carbanje, der die zahlreichen Gäste aus den Isselburger Unternehmen im Namen von Rat und Verwaltung begrüßte und dann die Stadt Isselburg als Wirtschaftsstandort vorstellte. Hierbei stellte er das Industriegebiet Heelden in den Mittelpunkt, dass 2017 um 12 Hektar erweitert wurde und in 2019 nochmals um 13 Hektar erweitert werden soll. Das derzeit laufende Planverfahren soll 2019 abgeschlossen sein. Ein wichtiger Punkt für den Standort Isselbur sei, so der Bürgermeister, auch die günstige Verkehrsanbindung mit der A3 und der B67. Außerdem erwähnte der Bürgermeister noch die aktuellen Projekte der Wohnbebauung Linders Feld in Anholt, sowie die Planungen für das ehemalige Schulgelände in Heelden. Abschließend ging Carbanje dann auf das geplante Gesundheitszentrum ein, dass auf dem Parkplatz des Augustahospitals gebaut werden soll. "Ärzte, Apotheke, Pflegedienst, damit wird die gesamte medizinische Versorgung in Isselburg sehr verbessert".

iPad in Kitteltaschengröße gehört zum Arbeitsalltag

Hausherr, Verwaltungsdirektor Sebastian Lasczok, stellte im Anschluss das Augustahospital vor. Schon das normale Krankenhaus richtete 1981 unter der Leitung von Chefarzt Dietmar Seidel eine kleine neurologische Abteilung ein. Sieben Jahre später wurde die Umstrukturierung in eine neurologische Fachklinik abgeschlossen. Seit dem gilt das Augustahospital als Fachklinik für Multiple Sklerose. Im Laufe der Jahre kam der Fachbereich "Parkinson" hinzu. Zur Zeit betreut die Klinik jährlich rund 1.900 Patienten. Etwa zwei Drittel davon sind Multiple Sklerose-Patienten. Bei den übrigen Patienten handelt es sich um Morbus Parkinson-Erkrankte. Verwaltungsdirektor Lasczok machte deutlich, dass die Digitalisierung im Krankenhausalltag eine wichtige Rolle spielt. Werden Krankenhauspatienten extern behandelt, werden die entsprechenden Krankenakten in digitaler Form an die behandelnde Stelle übermittelt. Und auch das "iPad" in Kitteltaschengröße gehört mittlerweile zum täglichen Arbeitswerkzeug.

Wer sich nicht stellt, wird überholt

Jan Zastrow gehört zur Geschäftsleitung der Firma CONTENiT und berät seit mehr als 15 Jahre Unternehmen bei der Optimierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen, insbesondere bei der Erfassung, Verwaltung, Speicherung und Nutzung von Dokumenten und Informationen. Er machte deutlich, dass die Digitalisierung mit Riesenschritten voran schreitet. Zastrow machte das daran deutlich, dass man Flug- oder Bahntickets nicht mehr nur in Papierform, sondern digital auf dem Smartphone oder sogar auf Uhren erhalten kann. Digitalisierung ist ein immer schneller werdender Prozess, bei dem es vor allem für Wirtschaftsunternehmen kein Abwarten gibt. "Wer sich dem nicht stellt, wird in absehbarer Zeit von seinen Konkurrenten überholt".

Ziel der Veranstaltung sind natürlich auch Informationsgespräche der teilnehmenden Unternehmer untereinander. Und dies geht natürlich bestens bei einem ausgedehnten Frühstück. So wurde an den Tischen gefachsimpelt, neue Kontakte geknüpft, alte Kontakte aufgefrischt und hier und da auch konkrete Zusammenarbeiten geplant.

Fotos: Frithjof Nowakewitz