Vor fast 20 Jahre machte Irmgard Beusing-Terhorst ihr Hobby zum Beruf. Mit selbstgemachter Marmelade und selbstgebackenem Kuchen lockte die heute 63-jährige die ersten Kunden in ihren Hofladen. Daraus machte das Ehepaar Beusing-Terhorst im Laufe der Jahre das, was das heutige "Bauerncafe" ausmacht. Einen mit ganz viel Herzblut betriebenen Gastronomiebetrieb. Am 1. April wurde das Bauerncafe Beusing-Terhorst in neue Hände übergeben. Der Name bleibt aber bestehen.

Irgendwann muss allerdings auch Schluss sein. Deswegen haben die Beiden das Hahnerfelder Bauerncafe in neue Hände gegeben. Ab dem 1. April liegt die Leitung in den Händen von Silke Schalthoff. Die in Rhede wohnende Pächterin ist gelernte Hotel- und Restaurantfachfrau.

"Mein Mann Berni wird in diesem Jahr 67. Jetzt wollen wir mal das machen, was in den Jahren auf der Strecke geblieben ist", erklärte Irmgard. Damit meint sie vor allem, sich um die eigenen erwachsenen Kinder und die Enkelkinder zu kümmern. "Ostern und Weihnachten sind ja bei uns immer wegen des Betriebes ausgefallen". Einmal hat die gesamte Familie ein Weihnachtsessen im Februar veranstaltet. "Der Tisch war weihnachtlich geschmückt, dass war ein ganz spezieller Tag für uns", erzählte Irmgard mit einem Lächeln.

Aber wenn man einen Betrieb aufgebaut und so lange geführt hat, dann fällt das Loslassen bisweilen schwer. Dies geht auch Irmgard Beusing-Terhorst so. "Das ist im Moment noch schwierig. Im Hinterkopf ist man doch noch immer mittendrin und fragt sich, ob alles läuft". Dies Problem hat Berni nicht. "Für mich war das am 31. März beendet und ich fühle mich jetzt doch etwas freier", erklärte er.

Viele privaten Feiern wurden schon im Bauerncafe abgehalten. Hochzeiten, Tagungen, Nachbarschaftsfeste und vieles mehr. Zu Gast waren Radfahrer, Motorradclubs, Heimatvereine und auch die Landfrauen. Und auch öffentliche Veranstaltungen lotsten viele Besucher ins Hahnerfeld. Darunter gehörte lange Jahre auch die "Bühne Bärenstark" mit ihren vielen unterschiedlichen kulturellen Veranstaltungen. Und auch der Isselburger Kulturring nutzte schon einige Male das Hahnerfelder Bauercafe als Veranstltungsort.

Titelfoto: Frithjof Nowakewitz



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