
Monika Westerhoff-Boland (Bildmitte) rührte auf der Vakantiebeurs in Utrecht die Werbetrommel für Isselburg (Foto: Privat)
Tina Schumacher, Geschäftsführerin des Isselburger Verkehrsvereins, zog ein positives Fazit über den Verlauf der “Vakantiebeurs” im niederländischen Utrecht. Gemeinsam mit Monika Westerhoff-Boland versuchte sie, die Messebesucher über die Vorzüge Isselburgs zu informieren. Das dabei die Sehenswürdigkeiten, wie die Anholter Schweiz, die Wasserburg, der Wehrturm in Isselburg und die Windmühle in Werth im Vordergrund standen, ist nachvollziehbar. Das sind sicher auch die Orte, mit denen man auf einer solchen Urlaubsmesse für Isselburg werben kann.
Einigen Isselburgern scheint allerdings der Sinn für das Schöne der eigenen Stadt abhanden gekommen zu sein. Möglicherweise spielt auch das Stadtteildenken noch eine Rolle. Im vergangenen Jahr hatte sich eine Holländerin auf der Vakantiebeurs über Isselburg informiert und wollte unsere Stadt im Sommer 2009 besuchen. Sie hielt auch Wort. Aber ohne Stadtplan hatte sie wohl den Überblick über die einzelnen Stadteile verloren. Deshalb hat sie in einem Geschäft mitten in Isselburg nach dem “schönen Schloss” gefragt, dass sie doch auf der Messe so faszinierend fand. Wo das Schloss ist, hat sie allerdings nicht erfahren, denn die Verkäuferin erklärte kurz, dass es in Isselburg nichts schönes zu sehen gibt.
Mit so einer Aussage animiert man natürlich niemanden dazu, noch mal wieder zu kommen. Wie Tina Schumacher berichtet, wird die Frau sich, ausgerüstet mit einem aktuellen Stadtplan, dennoch im kommenden Sommer nochmals auf die Suche nach dem schönen Schloss machen. Es ist zu hoffen, dass sie, sollte sie eine Frage bezüglich einer Sehenswürdigkeit haben, nicht wieder an eine solch desinteressierte Person gerät.
“Was würde Sie in einer fremden Umgebung interessieren, worüber würden Sie sich freuen, was hat Ihnen vielleicht einmal in Isselburg gefallen? Sollten Ihnen Informationen fehlen wenden Sie sich gerne an die Tourist-Info oder weisen Sie die Gäste auf uns hin”, bittet Tina Schumacher die Bürger um Unterstützung in der Betreuung der Gäste, die nach Isselburg kommen und Informationen benötigen.
Foto: Privat

Ortsteildenken? In Bezug auf Isselburg, dabei meine ich den Ort Isselburg selber, nun ja da kann man verstehen das hierbei ein Ortsteildenken aus Sicht der Anholter, Werther usw. entsteht.
Isselburg ist nicht gerade das was man als touristische Perle bezeichnet. Absolut nicht!
Obwohl, auch Isselburg hat hier oder da seine Sehenswürdigkeiten, nur fallen diese neben den leider überwiegenden “unschönen” Dingen, nicht weiter auf.
Isselburg selber hat ein klares Imageproblem, welches die eingemeindeten Orte bei der derzeit praktizierten Aussendarstellung, unweigerlich mit nach unten zieht.
Gerade im Hinblick auf den Tourismus ist es zwingend notwendig sich auf die Stärken den “Produktes Isselburg” zu beziehen,…..nur liegen diese überwiegend in Anholt.
Es gibt kein Isselburger Schloss, keine Isselburger Schweiz oder dergleichen,…jedoch unter dem Deckel des Gesamtproduktes “Stadt Isselburg” wird damit geworben.
Das jedoch ist aus Sicht eines guten Marketings falsch!
Klar darf man dabei den Ort Isselburg nicht vergessen, genauso wie die anderen Orte. Es gilt Programme und Angebote auf den Weg zu bringen, welche die Attraktivität des Ortsteiles Anholt nutzen, zum Wohle der Gesamtheit. Allerdings ist man davon weit entfernt.
Ideen und gute Ansätze gibt es bestimmt zuhauf, unsere Region hier bietet ein enormes touristisches Potential, nicht zuletzt auch wegen der Grenznähe. Es mangelt nur an professioneller Arbeit. Oder es stehen zuviele Interessenskonflikte im Wege.
Nun scheint es ja so zu sein, dass in naher Zukunft IVV und IWG zusammengehen, sich auch die Stadt Isselburg um eine Art Stadt- und Citymarketing bemüht.
In Bezug auf die Stadt soll allerdings ein nicht ganz unbekannter Bauamtsleiter die Federführung übernehmen,…angeblich.
Sollte es so kommen, wird wieder einmal das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
Isselburg bleibt dabei das was es ist: “Eine graue Maus!”
Hallo.
Die Aussage über das Ortsteildenken kann ich befürworten.
Ich bin zugezogener Isselburger und wohne seit 28 Jahren
in Alt-Isselburg, ich fühle mich hier eigentlich ganz wohl.
Ich habe Freunde und Bekannte aus Anholt,Werth und Heelden und habe in den 28 Jahren immer wieder festgestellt, das Sie zB. von Alt-Isselburg eine schlechte
Meinung haben (hoher Ausländeranteil, Zustand der Minervastraße z.B Kurve bei Rossis Imbiss viel zu eng und
azoziale Gebäude, die Hütte die laufend stinkt,ein Marktstand am Feuerwehrhaus der eigentlich auf dem
Marktplatz gehört, keine vernünftige Gastronomie z.B
Cafe im Ortskern, ein Feuerwehrhaus das nur mit Garagen angeflickt ist und auch asozial aussieht, inmitten
der Hüttensiedlung steht ein Hochhaus das garnicht da
rein passt, Kreisverkehr Volksbank garnicht notwendig
und viel zu eng, bei der Einfahrt bekommt man Nackenschmerzen, fährt man über die L468 von Heelden
nach Anholt sieht man Alt-Isselburg garnicht usw.)Dann
kann man vielleicht verstehen, das viele Isselburger diese Zustände nicht gut finden und nicht gerade positiv
auf die Sehenswürdigkeiten im Isselburger Stadtgebiet
hinweisen.
Gruß Bernd Bauhaus