Was im Vorfeld eigentlich schon klar war, ist nun auch offiziell. Olaf Roßmüller ist der CDU-Kandiat bei der Bürgermeisterwahl am 14. Januar 2018. Roßmüller, der schon bei der Wahl 2012 für die CDU ins Rennen ging, war damals Rudi Geukes unterlegen, der bekanntermaßen nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidiert.

In der heutigen Versammlung, die Hotel Brügenhütte stattfand, stellte sich Olaf Roßmüller den knapp 30 Anwesenden CDU-Mitgliedern vor und berichtete kurz über sich, seine Familie und seinen Beruf. Der jetzt 43-Jährige ist verheiratet, hat drei Kinder und ist als Logistikfachmann bei der Firma Borgers in Bocholt angestellt. Seit inzwischen zehn Jahre engagiert sich der CDU-Kandidat politisch im Rat, sowie in diversen Ausschüssen und Arbeitsgruppen.

Was wäre gewesen, wenn.....

Dann zog Roßmüller einen hypothetischen Rückblick über das, was, wäre er 2012 Bürgermeister geworden, anders verlaufen wäre. Dabei bezog er sich heute auf seine Rede, die er im Dezember 2011 bei seiner damaligen Kandidatur gehalten hat. Themen waren damals der Hochwasserschutz, der sich im wesentlichen nur mit dem Schulterschluss zur Gemeinde Hamminkeln bewerkstelligen lässt. Roßmüller räumte ein, dass er zur damaligen Zeit nicht wissen konnte, dass es 2016 ein für Isselburg beinahe verheerendes Hochwasser geben würde. "Aber die Brisanz war auch 2011 schon mehr als bekannt und es musste erst dieses Hochwasser kommen, damit hier endlich Bewegung in diese für uns alle so wichtige Angelegenheit kommt". Weitere Themen, die damals wie heute Gültigkeit haben, waren und sind die Baugebiete Linders Feld und Passhof II, die, so Roßmüller, "immer noch darauf warten, dass sie auch tatsächlich Baugebiete werden". Auch die Schulpolitik mit dem Nichtzustandekommen der Sekundarschule, dem Ende der Verbundschule und dem baldigen Ende der Hauptschule kam zur Sprache. Die Klärwerkerweiterung bezeichnete er mit Hinblick auf die immense Preissteigerung zu "unserer Elbphilharmonie".

Was soll anders und besser werden?

Was will Olaf Roßmüller als Bürgermeister ab 2018 erreichen, bzw. anders und besser machen? Nach der Einarbeitungsphase sollen Abläufe und Vorgaben optimiert und den heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Hierzu gehört ein Projekt-Controlling für größere Projekte, dass es erlaubt, nahezu zu jeder Zeit während des Projektes den Ist-Zustand festzustellen. "Hätten wir das beim Ausbau unserer Kläranlage bereits gehabt, wäre uns das jetzige Fiasko in dieser Form erspart geblieben". Weiterhin soll die Zusammenarbeit in der Verwaltung, die zwischen Rat und Verwaltung und auch das Verhältnis zu Bürger verbessert werden. Das Gefühl des Mißtrauens zwischen Rat und Verwaltung soll endlich verschwinden und durch ein produktives Miteinander ersetzt werden. Während die Anwesenden den Ausführungen Roßmüller´s bisher still lauschten, gab es bei dem folgenden Satz ein klein wenig gemurmel. "Das beinhaltet für mich auch, und das sage ich an dieser Stelle ganz deutlich, Vorschläge der anderen Parteien zu unterstützen, wenn sie besser sind, als die, die wir von der CDU haben". Tourismus, die ärztliche Versorgung, Ortskernsanierung, die Unterstützung für Kindergärten und Grundschulen, die wohlwollende Unterstützung von Industrie und Handel, sowie der Landwirtschaft sind weiter Themen, die Olaf Roßmüller angehen will.

Alle Stimmen für den Kandidaten

Zu Beginn der Versammlung hatte Ulrich Gühnen als Stadtverbandsvorsitzender die Anwesenden kurz begrüßt. Die Versammlungsleitung übernahm dann der Kreisgeschäftsführer des CDU-Kreisverbandes, Markus Jasper. Und dies in einem Tempo, dass man sich an manch anderer politischen Sitzung wünschte. Aufgrund der Eintragungen in der Anwesenheitsliste gab es 27 Wahlberechtigte. Die Wahl fand in geheimer Abstimmung statt. Das Endergebnis war eindeutig, nämlich einstimmig und ohne Enthaltungen. Olaf Roßmüller erhielt alle 27 Stimmen und erreichte damit ein Wahlergebnis von Einhundert Prozent.

Von links: Ulrich Gühnen, Olaf Roßmüller, Frank Häusler, Kathrin Sluyter, Markus Jasper

 

Fotos: Frithjof Nowakewitz



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