Am gestrigen Samstag trafen sich insgesamt 43 Mitglieder zur Mitgliederversammlung des Isselburger Schützenvereins. Und dies zum fünften Mal im Zusammenhang mit einem anschließenden Biwak. Aber vor dem Vergnügen stand eben auch die Arbeit, denn die Tagesordnung hatte es in sich. Waren es zunächst 16 Tagesordnungspunkte, so wurden es dann doch insgesamt 18. Im Wesentlichen ging es dabei um Änderungen in der Geschäftsordnung. Einen wesentlichen Punkt spielte dabei die neue Datenschutzverordnung.

Um kurz nach 17 Uhr eröffnete Präsident Paul Krusen die Versammlung mit der Begrüßung der Anwesenden und dem anschließenden Gedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder. Es folgten die Genehmigung der erweiterten Tagesordnung und der Verlesung der Niederschrift über die Mitgliederversammlung vom März diesen Jahres.

Paul Krusen setzt Frist bis Ende September

Eigentlich wird die Verlesung vom amtierenden Schriftführer vorgenommen. Doch den gibt es seit geraumer Zeit bei den Isselburger Schützen nicht. Kommissarisch wird diese Position ebenfalls von Paul Krusen bekleidet. Diesen Zustand sieht der Präsident allerdings als unsäglich an. Und er machte gleich deutlich, dass sich das schnellstens ändern muss. "Wenn sich bis spätestens September niemand bereit erklärt, sich als Schriftführer zur Verfügung zu stellen, dann trete ich als Präsident zurück und übernehme selbst die Position des Schriftführers", erklärte Krusen unmissverständlich. Nach dem Rücktritt von Stephan Carbanje als Schriftführer im April 2016 kam nie wieder so etwas wie Kontinuität in dieses Amt. Bereits beim Schützenfest 2015 hatte Paul Krusen angedeutet, nicht länger Präsident sein zu wollen. Umgestimmt hatte ihn damals die gute Entwicklung in der Jugendarbeit. Deshalb konnte er sich gestern sicher auch ein bisschen freuen, denn der Schützenverein konnte insgesamt sieben neue Mitglieder begrüßen.

 

Erfolgreiche Schützen werden ausgezeichnet

Im Verlauf der Versammlung wurden die erfolgreichen Schützen des Bataillonsschießen 2018 geehrt. Bei den Jungschützen hatte Jonas Giesbers die Nase vorn und erreichte den Bataillonspreis. Der erste Preis ging an Justin Lamers. Noah Hakfort erreichte den zweiten Preis. Die Uniform von Justin Lamers und Matthias Paus wird ab  sofort mit der "Grünen Schnur" verziert. Martin Schulz und Werner Moschüring dominierten bei den Senioren. Der Preis der Schützenklasse ging an Jonas Giesbers. Bei der 2. Kompanie erreichte Steffen Giesbers dern 1. Preis und Matthias Paus den 2. Preis. Der Bataillonspreis ging an den Major Björn Thanisch.

Alle Weichen für das Schützenfest sind gestellt

Trotz dem Ungemach über die unbesetzte Schriftführerposition freuen sich die Schützen auf ihr 161. Schützenfest, dass am kommenden Freitag mit dem Kinderschützenfest beginnt. "Alle Weichen für ein fantastisches Schützenfest sind gestellt", erklärte Paul Krusen. Am Samstag beginnt der Schützenfesttag um 17:30 Uhr mit dem Antreten am Festzelt und dem Umzug durch die Stadt. Am Wehrturm erfolgt dann die Eröffnung, die Ehrung der Jubilare, sowie der Zapfenstreich. Am Abend sorgt "Sackers & Band" für die entsprechende Partystimmung.

Der Sonntag beginnt bereits um 6 Uhr mit dem musikalischen Weckruf. Ab 14:15 Uhr geht es dann weiter mit der Vorstellung der neuen Mitglieder, der Kranzniederlegung am Ehrenmal, dem Umzug durch die Stadt und dem Fahnenschlagen am Rathaus. Ab 16:30 Uhr ist dann "Familientag" im Festzelt. Im Verlauf des Nachmittags ermitteln auch die Jungschützen ihren neuen König.

Am Montag endet die Regentschaft von Jan-Bernd Bollwerk und Heike Böing, denn am frühen Nachmittag wird sicherlich der neue König feststehen. Vor dem Vogelschießen werden aber das noch amtierende Regentenpaar, der Bürgermeister und die Vertreter der Kirche zum Festplatz geleitet. Ab 17 Uhr stellt sich dann bei der Proklamation und der Inthronisierung am Rathaus das neue Königspaar vor. Von dort erfolgt der Zug zum Festzelt, wo am Abend beim Krönungsball auch die Gastvereine begrüßt werden. Die Musiker von "Sackers & Band" wollen wieder musikalisch für einen ausgelassenen Abend sorgen.

Fotos: Frithjof Nowakewitz