Seit nunmehr 25 Jahre gibt es sie, die "Jungen Alten". Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaft, die alle zwei Wochen, immer Mittwochs, eine Radtour macht. Im Winter ziehen sie ihre Wanderschuhe an, denn dann sind sie zu Fuß unterwegs. Am heutigen Mittwoch starteten sie erstmals zu einer zweitägigen Fahrt nach Zwillbrock. "Zum Jubiläum wollten wir mal was anderes machen", erklärte Rolf Bollwerk, der die Touren gemeinsam mit Hermann-Josef Klumpen organisiert.

Zur jetzigen Jubiläumstour hatten sich 44 Teilnehmer angemeldet, die heute ab acht Uhr nach und nach zum Start an der Pankratiuskirche in Anholt eintrudelten. Da für eine Zweitagesfahrt so einige Dinge, wie Wechselkleidung und Waschzeug mitgenommen werden müssen, wurden Taschen und Rucksäcke auf einen Anhänger verladen und per PKW-Gespann zum Nachtquatier nach Zwillbrock gebracht.

Sind schon alle da? Rolf Bollwerk (links) und Hermann-Josef Klumpen gleichen die Anmeldeliste mit den anwesenden Teilnehmern ab

Kurz vor neun gab Rolf Bollwerk für die Teilnehmer per Trillerpfeife dann das Startsignal. Auf freiwilliger Basis ziehen übrigens alle Tourteilnehmer immer eine gelbe Warnweste an. Na ja, fast alle. Der letzte Fahrer in der Kolonne hat eine orangefarbene Weste an. Dies ist das sogenannte "Besenfahrzeug"

Teilnehmer aus allen Stadtteilen und auch von außerhalb

Bemerkenswert ist, dass es ja vor 25 Jahre ja noch ein extremes Ortsteildenken gab. Aber schon damals schlossen sich Anholter, Isselburger, Heeldener und Vehlinger zu einer Gruppe zusammen, die nichts anderes wollte, als in einer fröhlichen Gemeinschaft gemütliche Radtouren zu unternehmen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Mittlerweile gibt es auch Teilnehmer aus Suderwick, Werth und auch aus anderen Kommunen. Mit rund 40 bis 45 Kilometer sind die Touren überschaubar. Start und Ziel ist immer die St. Pankratiuskirche in Anholt. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke kehrt der Tross auf eine im Vorfeld ausgesuchte Gaststätte ein, um in gemeinsamer Runde zu frühstücken. Mittlerweile sind es mehr als hundert begeisterte Radfahrer und Radfahrerinnen, die sich der Gemeinschaft der "Jungen Alten" angeschlossen haben, wobei sich Männlein und Weiblein in etwa die Waage halten. "Es sind fast immer so zwischen 20 und 30 Frauen und Männer, die sich alle zwei Wochen Mittwochs zur gemeinsamen Fahrt einfinden", meinte Rolf Bollwerk.

Keine Altersbeschränkung nach oben oder unten

Bollwerk betonte auch, dass es sich bei den Jungen Alten um keinen Verein handelt. Jeder, der sich zu den Mittwochsterminen an der Anholter Kirche einfindet, kann mitfahren, oder im Winter eben mitwandern. Das ist auch nicht altersabhängig. Die meisten Teilnehmer sind jenseits der Sechzig, viele über Siebzig und manche sogar Achtzig oder darüber. Nach oben oder unten sind da aber keine Grenzen gesetzt.



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