Bürger wehren sich gegen den geplanten Verlauf der 380kV-Leitung

Geht es nach dem Willen vieler Bürger aus Isselburg auf der deutschen Seite und vieler Bewohner aus Gendringen und Ulft auf der holländischen Seite, dann wird die geplante 380kV-Leitung in der angedachten Form nicht gebaut.

Wie berichtet, sieht die Planung  für den Bau der Stromleitung mit seinen 60 Meter hohen Masten den Verlauf zwischen Isselburg und Anholt vor. Auf holländischer Seite würde die Trasse dann östlich von Gendringen und Ulft Richtung Doetinchem verlaufen. Dies geht nach Meinung vieler deutscher und holländischer Bewohner gar nicht. Eine private Initiative mit dem FDP-Vorsitzenden Stefan Schweers an der Spitze, hat innerhalb von knapp vier Wochen 1262 Unterschriften gesammelt. Die Unterzeichner wehren sich gegen den Bau der Stromleitung in der geplanten Form. Vor der heutigen Ratssitzung übergaben Detlef Alstede, Stefan Schweers und Werner Schepers (von links) die beiden Ordner mit den Unterschriften an Bürgermeister Adolf Radstaak, verbunden mit der Aufforderung an den Bürgermeister, den Bau in der geplanten Form zu verhindern.

Die 380kV-Leitung war in der Ratssitzung ebenfalls ein Thema. Hierin bestätigten Bürgermeister Radstaak und Bauamtsleiter Klaus Dieter Spaan, dass seitens der Verwaltung eher ein Mix aus den Trassen Drei und Vier favorisiert wird. Käme diese Variation zum Tragen, würde die Leitung aus Richtung Millingen kommend westlich an Isselburg und Anholt vorbei führen. Anbindungspunkt mit Holland wäre dann zwischen Mechelen und Gendringen. Dies würde auch den Wünschen der Bewohner der Stadt Oude Ijselstreek (Gendringen/Ulft) entgegen kommen.  Wie Stefan Schweers erklärte, wird es im holländischen Nachbarort Voorst eine Bürgerversammlung geben, zu der Schweers auch gehen wird. Auch auf holländischer Seite wird heftig über die angedachte Trasse diskutiert. Hier will sich der Vorsitzende der Isselburger FDP mit den Holländern austauschen.

Es besteht für alle Isselburger Bürger nach wie vor die Möglichkeit, sich die Pläne im Rathaus an der Minervastraße anzuschauen. Die Einspruchsfrist gegen die geplante Trasse endet am 5. März.

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