Mehrere Bürgermeister aus dem Kreis Borken, darunter auch Michael Carbanje, sowie Landrat Dr. Kai Zwicker, gemeinsam mit Bürgermeistern aus dem niederländischen Achterhook, trafen sich mit Mitglieder der "Tweeden Kamer" in Den Haag.

Das "Lentediner" (Frühlingsdiner) der Regio Achterhoek bot jetzt die Gelegenheit zu einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch mit Mitgliedern der "Tweede Kamer" in Den Haag mit dem Ziel, den Blick der niederländischen Parlamentarier auf die Belange des hiesigen Grenzraums zu lenken. Organisiert wurde dieses besondere Gesprächsformat durch die "Grenzhoppers-Initiative", ein deutsch-niederländisches Netzwerk von Kommunen, Unternehmen und kulturellen Organisationen in der Regio Achterhoek und im Kreis Borken. Mit dabei waren von deutscher Seite neben den Bürgermeistern aus Rhede, Vreden, Stadtlohn und Südlohn auch Bürgermeister Michael Carbanje (auf dem Foto 5. von rechts), sowie für den Kreis Borken Landrat Dr. Kai Zwicker.

Auf niederländischer Seite gehörten die Bürgermeister aus Winterswijk, Doetinchem), Oost Gelre, Aalten Berkelland der Reisegruppe an. Raymond Knops, Staatssekretär im niederländischen Innenministerium, und Clemens Cornielje, Kommissar des Königs in der Provinz Gelderland, hießen die Gäste in den Den Haag willkommen. In den dann folgenden Gesprächen wurde deutlich, dass viele alltägliche Probleme der Grenzregion - aus der Perspektive von Den Haag betrachtet – im wahrsten Sinne des Wortes "sehr weit weg sind". Beispielsweise gilt es immer noch Hürden zu überwinden, wenn man im jeweiligen Nachbarland arbeiten oder studieren möchte. Die erforderlichen rechtlichen Regelungen im Arbeits-, Renten- und Sozialversicherungsrecht müssen allerdings auf Ebene der beiden Staaten vereinbart werden.

Auch weitere spezifische Probleme der deutsch-niederländischen Grenzregion wurden angesprochen, um sie in den Blickpunkt der niederländischen Parlamentarier zu rücken – mehr als 20 von ihnen seien Gäste beim "Lentediner" gewesen, freuten sich die Teilnehmer der "Lobbyfahrt". Am Vormittag des zweiten Reisetages stand ein Empfang in der Deutschen Botschaft zu Den Haag auf dem Programm. Zum Hintergrund: Die "Tweede Kamer" (Zweite Kammer) ist das eigentliche Gesetzgebungsorgan der Niederlande. Sie wird in der Regel alle vier Jahre von den niederländischen Staatsbürgern über 18 Jahren gewählt und zwar nach einem fast reinen Verhältniswahlrecht. Die Kammer hat stets 150 Sitze.

Foto: Privat

 



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