Beatrix von der Lieth wird mit Bürgerehrenpreis ausgezeichnet

Bürgermeister Rudi Geukes hatte im Vorfeld die höchste Geheimhaltungsstufe angeordnet. „Wenn sie das vorher erfährt, dann lehnt sie die Ehrung wahrscheinlich sogar ab“, erklärte Geukes die Beweggründe für das Stillschweigen. Hintergrund der ganzen Aktion war die Auszeichnung von Beatrix von der Lieth mit dem Bürgerehrenpreis der Stadt Isselburg.

So versammelten sich dann heute exakt um 9:55 Uhr der Bürgermeister, Pastor Klaus Winkel, Christoph Angenendt von der Sparkasse Westmünsterland und einige Pressevertreter vor dem katholischen Pfarrheim in Werth. Und das an einer Stelle, die von innen nicht einsehbar war. Im Pfarrheim hatten sich viele ältere Mitbewohner aus Werth zum gemeinsamen Frühstück eingefunden. Und eine von ihnen war Betatrix von der Lieth. Als Pastor Klaus Winkel dann die Tür zum Saal im Pfarrheim öffnete und die ganze Armada den Raum betrat, gab es bei den Anwesenden erstaunte und neugierige Blicke. Niemand wusste, um was es geht.

Beatrix von der Lieth tut gutes und redet nicht drüber

Die 74-jährige Wertherin ist nicht irgendwer. Sie kümmert sich um Menschen getreu dem Motto „Tue Gutes und rede nicht drüber“. Rudi Geukes brachte es in seiner Laudatio auf den Punkt. „Frau von der Lieth kümmert sich seit langer Zeit unauffällig im Hintergrund, aber äußerst effektiv um die Bürger unserer Stadt, insbesondere um die in Werth. Sei es, dass Bürger in Not oder krank sind, oder rasch und unbürokratisch soziale oder finanzielle Hilfe benötigen“. Für ihr langjähriges und ehrenamtliches Engagement erhielt Beatrix von der Lieth heute den mit 1.000 Euro dotierten Bürgerehrenpreis der Stadt Isselburg. Die zunächst etwas überraschte Wertherin freute sich dann aber doch sehr. „Das ist eine sehr gelungene Überraschung“.

Ein Teil des Geldes soll auch wieder in die Arbeit gesteckt werden

Christoph Angenendt von der Sparkasse Westmünsterland erklärte, dass die Sparkasse bundesweit ausschließlich für diesen Zweck diese Summe für alle Kommunen bereitstellt. Das Geld ist für den oder die Geehrten frei verfügbar. Beatrix von der Lieth wird vielleicht mit den Caritas-Gruppenmitgliedern mal essen gehen. Aber sie hat schon angedeutet, dass ein Teil des Geldes ganz sicher auch wieder in ihre Arbeit gesteckt wird.

Gruppe entscheidet, wer den Bürgerehrenpreis erhält

Wer den einmal jährlich vergebenen Ehrenpreis in Isselburg erhält, entscheidet eine Gruppe, die aus den Pastören Klaus Winkel, Michael Binnenhey und Jürgen Heidemann, sowie aus der Gleichstellungsbeauftragten Dina Deckers, Bürgermeister Rudi Geukes und dem Ersten Beigeordneten Alexander Lin besteht. Während der Tätigkeit der einzelnen Mitglieder erfahren sie oft, wer für den Preis in Frage kommt. Aber auch Vorschläge aus der Bevölkerung werden bei der Entscheidungsfindung immer berücksichtigt.

Das Titelbild zeigt von links Pastor Klaus Winkel, Beatrix von der Lieth, Bürgermeister Rudi Geukes und Christoph Angenendt von der Sparkasse Westmünsterland

Fotos: Frithjof Nowakewitz

 

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