Am 25. Mai besteht der Anholter Angelsportverein fünfzig Jahre. Gefeiert wurde das Jubiläum aber bereits am 19. Mai am Vehlinger Görsee. Etwa 60 Mitglieder waren mit ihren Angehörigen der Einladung gefolgt. Bei bestem Wetter begrüßte der 1. Vorsitzende Peter Velsinger die Mitglieder. Nach einer Schweigeminute zum Andenken der Verstorbenen Vereinsmitglieder berichtete Geschäftsführer Laurenz Legeland rückblickend über das Vereinslebend.

Die Vereinsgeschichte begann am 25. Mai 1968. Bis zu dem Zeitpunkt waren die Anholter Angler dem Emmericher Angelsportverein angeschlossen. Die Anholter legten damals die Fischereiprüfung mit großem Erfolg ab und wie das so ist, musste das natürlich feuchtfröhlich gefeiert werden. So kam dann beim Bierchen im Ratskeller Anholt die Idee, einen eigenen Angelsportverein zu gründen.

Mittlerweile hat der Verein ca. 130 Mitglieder

Unterlagen über die Vereinsgründung gibt es nicht mehr, allerdings mit Wolfgang Zey, Günther Böing, Berni Ernst und Willi Fels noch vier Zeitzeugen. Mit insgesamt neun Mitgliedern starteten die Angler in ihr Vereinsleben. "Inszwischen hat sich das sehr zum Positiven geändert, denn der Verein hat mittlerweile ca. 130 Mitglieder", berichtete Laurenz Legeland. Zum Vorsitzenden wurde in der Gründungsversammlung der mittlerweile verstorbene Bernhard Waterkamp gewählt.

Es gab und gibt viel zu tun

Aber was ist ein Angelverein ohne eigenes Gewässer? Nichts! Als Anfang überließ die damalige Stadt Anholt dem Verein den Stadtgraben. Anfang der 70er Jahre kam dann das in Eigeninitiative hergerichtete Gewässer "Baumanns Kolk" dazu. Die feierliche Eröffnung fand im April 1975 statt. Ein Jahr zuvor hatte der Verein mit einem Kapitalaufwand von 2.500 DM Karpfen, Schleie und Rotaugen eingesetzt.

Mit einem Teil der Bocholter Aa, dem Werther See an der Stadthalle und dem Görsee in Vehlingen kamen weitere Gewässer dazu. Auch in den 80er Jahre gab es viele Arbeitseinsätze. Fische in andere Gewässer umsetzen, Gewässerpflege und auch bei der Renovierung des Pumpwerkes waren die Petrijünger im Einsatz. Im Görsee wurde mit Hilfe der am Ufer zurückgeschnittenen Weiden in der Mitte des Sees eine Insel als Laichplatz für Fische, sowie Brutstätten für Enten, Schwäne und andere Vögel geschaffen. Der ehemalige Bürgermeister Johann Volmering dankte dem Verein damals für seine vorbildliche Arbeit zu Gunsten des Stadtbildes und des Wasserschutzes.

Peter Velsinger führt den Verein seit zehn Jahre

Im Laufe der Jahre wechselten auch die Vorsitzenden. 1988 wurde Wolfgang Zey zum Vorsitzenden gewählt. Es folgten Stefan Henschel, Günter Scholten und seit 2008 Peter Velsinger, der den Verein bis heute führt. Er teilt sich die Verantwortung mit Laurenz Legeland, der seit 2000 die Position des Geschäftsführers inne hat.

Der Mann der Ersten Stunde, Berhard Waterkamp verstarb 2008. Seine Frau Agnes wurde vom Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Sie hatte ihren Mann während der Vorstandsarbeit wesentlich unterstützt und somit zum Gelingen vieler Veranstaltungen beigetragen.

Vier Gründungsmitglieder feierten mit

Natürlich werden bei solch einer Jubiläumsfeier auch zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen vorgenommen. Dazu gehörten neben Agens Waterkamp auch Ernst Fritz für 35-jährige Mitgliedschaft, sowie Wolfgang Zey, Günther Böing, Willi Fels und Berni Ernst für 50-jährige Vereinszugehörigkeit.

Nach dem offiziellen Teil wurde mit Leckerem vom Grill und dem einen oder anderen Kaltgetränk noch bis in die Nacht gefeiert.

Der aktuelle Vorstand besteht aus Peter Velsinger (1. Vorsitzender), Tobias Hövels (2. Vorsitzender), Laurenz Legeland (Geschäftsführer), Pascal Jocks (Kassenwart), Marvin Weisser (Schriftführer), Helmut Eimers, Klaus Köster (Gew.-wart), Wolfgang Zey (1. Beisitzer u. Ehrenvorsitzender), Michael Kempers (2. Beisitzer), Stephan Straatmann (3. Beisitzer)

Wolfgang Zey (Ehrenvorsitzender), Erwin Trebbau (Ehrenkassenwart) und Bernhard Epping (Ehrengewässerwart) gehören zum Ehrenvorstand. Zu den Gewässern des Angelsportvereins gehören der Anholter Stadtgraben mit dem „Pumpenhaus“, der Görsee in Vehlingen, die Bocholter Aa von der roten Spieker Staue bis zur Grenze, der See an der Werther Stadthalle, sowie die Issel im Bereich Werth. Seit Anfang 2015 hat der ASV dort die Isselhütte mit Gelände angemietet.

Das Titelfoto zeigt von links nach rechts Laurenz Legeland, Peter Velsinger , Ernst Fritz, Wolfgang Zey,Willi Fels, Günter Boing und Berni Ernst

 

Fotos: Privat



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