Länger haltbare Lebensmittel bekommt die Isselburger Tafel eher selten. Die Geschäfte, die die Tafel unterstützen, sind natürlich bestrebt Lebensmittel abzugeben, deren Haltbarkeitsdatum sich dem Ende nähern. Von daher fehlt es dem Tafelladen an Artikeln, wie Nudeln, Mehl, Reis und auch Öl.

Die Klasse 10A der Verbundschule hatte gestern einen Aktionstag zu Gunsten der Isselburger Tafel. Schauplatz des Ganzen war der Lidl-Markt in Anholt. Am Eingang verteilten einige Schüler an die ankommenden Kunden Flyer, aus denen hervor ging, um was es bei der Aktion ging. Viele Kunden unterstützten die Aktion, in dem sie mal ein Paket Nudeln, Mehl oder Zucker mehr kauften und dies dann der Tafel stifteten. Die von den Schülern bereitgestellten Kisten füllten sich relativ schnell, so dass die ganze Aktion ein guter Erfolgt wurde. Und dies in zweierlei Hinsicht. Zum einen bekam die Tafel die benötigten haltbaren Lebensmittel. Andererseits wurde die Institution "Tafel" vielen Kunden wieder ins Gedächtnis gerufen. Denn wenn es um die Versorgung der Menschen geht, die über wenig Geld verfügen, ist die Tafel mit ihren zahlreichen ehrenamtlichen Helfern nicht mehr wegzudenken. Auch wenn dies Gesundheitsminister Jens Spahn möglicherweise etwas anders sieht.

Aktion passt jetzt zu Ostern

Die Aktion der Schüler und Schülerinnen der 10A war eigentlich, so Lehrer Winfried Elting (auf dem Foto links), schon vor Weihnachten geplant, hat sich aber aufgrund diverser Umstände dann auch wieder zerschlagen. "Aber jetzt zu Ostern passt so eine Aktion doch auch gut", erklärte Elting. Und er betonte, dass die Jugendlichen durchaus "eine Ader" für die Problematik haben und wissen, dass es viele Menschen gibt, bei denen das Geld für den regulären Einkauf in normalen Geschäften nicht reicht. Auch Seitens der Lidl-Filialleitung wurde die Aktion gerne unterstützt. Schon im Kassenbereich des Marktes stand ein Tisch, auf dem Kunden für die Tafel ihre Warenspenden deponieren konnten.

Tägliche Anfahrt der einzelnen Geschäfte

Christa Janßen (3.v.r.) von der Isselburger Tafel freute sich natürlich über die Aktion der Schulklasse. Die gilt sicher auch für die beiden ehrenamtlichen Fahrer Josef Giesing (2.v.r.) und Gerd Lammers (4.v.r.), die schon gegen Mittag die ersten Körbe mit den Spenden zum Tafelladen nach Isselburg brachten. "Wir fahren täglich nach einem festen Fahrplan zu den Lebensmittelgeschäften und Bäckereien, um dort die gespendeten Lebensmittel und Backwaren abzuholen", erklärte Josef Giesing. Aber dabei handelt es sich eben in der Regel um Frischeartikel, die ein eng begrenztes Haltbarkeitsdatum handelt. Wer als Privatperson bei seinem Einkauf mal ein Päckchen Nudeln oder andere länger haltbare Lebensmittel kauft, bereitet nicht nur der Leitung der Isselburger Tafel eine Freude, sondern in erster Linie den Menschen, die auf den preiswerten Einkauf bei der Tafel angewiesen sind. Dazu hat auch die Aktion der Klasse 10A der Verbundschule beigetragen.

Foto: Frithjof Nowakewitz

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