Paradiesisches Island! Dort bekommen Frauen und Männer bei gleicher Arbeit auch den gleichen Lohn. Dies wird sogar staatlich kontrolliert. Davon ist Deutschland weit entfernt. Um darauf aufmerksam zu machen, findet jährlich der Equal Pay Day statt.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die Lohnlücke in Deutschland gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn 21 Prozent (2016) betrug. Umgerechnet ergeben sich 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen) und damit das Datum des Equal-Pay-Day am 18. März 2018.

Die Frauen der kfd, der Landfrauen und die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Isselburg, Dina Deckers, machten heute vor dem K+K-Markt an der Hüttenstraße auf diesen Tag aufmerksam. Heute deshalb, weil es am morgigen 18. März schwierig geworden wäre. Die Aktion fand übrigens nicht nur in Isselburg statt, sondern deutschlandweit. Und an der Hüttenstraße waren nicht nur Frauen mit den knallroten "Equal-Pay-Day-Taschen" zu sehen. Auch einige Lokalpolitiker der im Rat vertretenen Parteien waren da, um auf die Ungleichbezahlung aufmerksam zu machen. Schade war, dass sich kein offizielles FDP-Mitglied eingefunden hatte, um die Wichtigkeit der Aktion herauszustellen.

Eine promintente Verfechterin der Lohngleichstellung von Männern und Frauen ist die Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte (SPD), die sich ebenfalls der Aktion an der Hüttenstraße angeschlossen hatte. "Dies ist ein wichtiges Theam", erklärte die Bundestagsabeordnete und ergänzte, dass Frauen vielfach nur die Möglichkeiten hätten in Teilzeit oder nur in Mini-Jobs zu arbeiten. "Dies muss sich wieder ändern"!

Foto: Frithjof Nowakewitz

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